Polizei

Staatsschutz ermittelt gegen Fans von Fortuna Düsseldorf

Der Staatsschutz ermittelt gegen vier Fortuna-Anhänger, die einen Fahrgast in einer U-Bahn ausländerfeindliche attackiert hatten.

Der Staatsschutz ermittelt gegen vier Fortuna-Anhänger, die einen Fahrgast in einer U-Bahn ausländerfeindliche attackiert hatten.

Düsseldorf.   Nach einer ausländerfeindlichen Attacke in einer U-Bahn am vergangenen Freitag in Düsseldorf ermittelt der Staatsschutz gegen vier Fortuna-Fans.

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Wegen einer ausländerfeindlichen Attacke nach dem Bundesliga-Heimspiel von Fortuna Düsseldorf gegen Mainz 05 ermittelt jetzt der Staatsschutz in Düsseldorf gegen sechs Fortuna-Fans. Sie hatten einen U-Bahn-Fahrgast ausländerfeindlich attackiert und geschlagen.

Auf der Rückreise aus der Merkur Spiel-Arena war ein 28-jähriger Deutscher mit Geburtsort in Marokko am Freitagabend gegen 22.40 Uhr in einer U-Bahn in Richtung Düsseldorfer Innenstadt unterwegs. In Höhe der Haltestelle Nordpark/Aquazoo sei er in der U-Bahn von vier Männern angesprochen, festgehalten und fremdenfeindlich beleidigt worden, berichtete am Dienstag die Polizei.

Zeugen zeigten Zivilcourage

"Im Verlauf kamen noch zwei weitere Männer hinzu, die augenscheinlich der Gruppe angehörten", sagte eine Polizeisprecherin. Einer der beiden habe den 28-Jährigen dann unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Der 28-Jährige hatte Glück, denn Zeugen zeigten Zivilcourage: Mehrere Unbeteiligte hätten sich eingemischt und kamen dem 28-Jährigen zur Hilfe. Die sechs Gewalttäter seien dann gemeinsam vermutlich am Reeser Platz aus der U-Bahn gestiegen.

Staatsschutz sucht nach Zeugen

In welcher U-Bahn-Linie das passierte, konnte der 28-Jährige nicht mehr rekonstruieren. Er sei nach dem Fußballspiel einfach in die nächste U-Bahn gestiegen, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Nach der Attacke habe er auf einer Polizeiwache sofort Anzeige erstattet. Am Montag sei der 28-Jährige dann von Spezialisten des Düsseldorfer Staatsschutzes befragt worden; weil es sich ganz offensichtlich um eine ausländerfeindliche Attacke handelt, liegen die Ermittlungen beim Staatsschutz, erläuterte die Sprecherin.

Die Männer zählen laut Polizei zur Fortuna-Fanszene. Sie trugen rot-weiße Fan-Schals. Vier der Männer werden auf 30 bis 35 Jahre geschätzt. Sie waren mit schwarzen Jacken bekleidet und trugen Glatze und waren im Halsbereich tätowiert. Der Schläger wird auf 25 bis 30 Jahre geschätzt. Er hat braune kurze Haare und trug eine graue Jacke und ebenfalls einen rot-weißen Fanschal.

Hinweise werden an den Düsseldorfer Staatsschutz unter Telefon 0211-8700 erbeten. (dae)

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