„Verhaltenstipps“

Rheinbad: Rechte Flyer sind laut Staatsschutz keine Straftat

Im Düsseldorfer Rheinbad wird es nach wiederholten Tumulten eine Videoüberwachung geben.

Im Düsseldorfer Rheinbad wird es nach wiederholten Tumulten eine Videoüberwachung geben.

Foto: Oliver Berg / dpa (Archiv)

Düsseldorf.  Auf Flyern wurden am Rheinbad „Tipps“ für den Umgang mit Migranten gegeben. Der Inhalt der Flyer gebe aber keine Anhaltspunkte für eine Straftat.

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Die Flugblätter mit rechtsgerichtetem Inhalt, die am Rheinbad in Düsseldorf verteilt wurden, sind laut Staatsschutz nicht strafrechtlich relevant. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage dieser Redaktion. Zudem sei auf den Flyern das vorgeschriebene Impressum vorhanden gewesen. Bei der Aktion sei auch keines der parkenden Autos bei der Aktion beschädigt worden.

Unbekannte hatten die Flugblätter am vergangenen Wochenende am Rheinbad verteilt. Darin gaben sie den Besuchern „Tipps“, wie sie sich im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund verhalten sollten. Unter anderem sollte denen nicht zu lange in die Augen geguckt werden, weil es sonst Probleme geben könnte. Die Flyer wurden an parkenden Autos auf einem zur Messe gehörenden Parkplatz, den auch viele Badbesucher nutzen, hinter Scheibenwischer gesteckt.

Die Bädergesellschaft Düsseldorf als Betreiber des Bads erfuhr am Sonntag von der Verteil-Aktion. Kommentieren wollte eine Sprecherin sie am Montag nicht: „Wir möchten uns da bedeckt halten. Wir konzentrieren uns derzeit auf unsere Hauptaufgaben“. Es gehe derzeit vor allem darum, dass wieder „Ruhe im Bad“ einkehre. (sk)

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