Öffentlichkeitsfahndung

Mit geklauten Daten Waren bestellt: 100.000 Euro Schaden

Die Polizei sucht nach dem 22-jährigen Deutschen.

Die Polizei sucht nach dem 22-jährigen Deutschen.

Foto: Polizei

Düsseldorf/Essen.   Joris M. soll illegal Kontodaten und Adressen beschafft und mit denen Waren im Netz gekauft und weiter verkauft haben - in mindestens 200 Fällen.

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Joris M. ist aus einem guten Grund abgetaucht. Die Polizei sucht nach dem 22-jährigen Deutschen. Der gebürtige Essener, der inzwischen offiziell ohne festen Wohnsitz ist, soll als mutmaßlicher Serienbetrüger für mehr als 200 Straftaten infrage kommen. Der Schaden liegt laut Polizei bei mindestens 100.000 Euro.

Die Ermittler gehen davon aus, dass M. bei großen Einzelhandelsunternehmen Adressen und Kontodaten abgeschöpft hat und damit illegal Ware, vor allem Unterhaltungselektronik, im Internet bestellt haben soll. Die Beute veräußerte er dann über diverse Verkaufsplattformen an ahnungslose „Kunden“ weiter.

Die Polizei geht davon aus, dass der Tatzeitraum zwischen Januar und November des vergangenen Jahres liegt. Nicht auszuschließen sei aber, dass M. auch davor oder danach noch Taten zur Last gelegt werden könnten. Die Opfer stammen laut Polizei aus ganz Nordrhein-Westfalen und größtenteils aus dem Raum Düsseldorf und dem Ruhrgebiet.

Komplizen gab es offenbar nicht

M. soll sich die persönlichen Daten auf analogem und auf digitalem Wege beschafft haben. Wie genau, verrät die Polizei aus Sorge vor möglichen kriminellen Nachahmern nicht. Allzu schwer war das Ausspähen aber wohl nicht. Nach dem jetzigen Stand der noch andauernden Ermittlungen soll der zuvor nicht polizeibekannte M. allein gehandelt haben.

Der 22-Jährige hält sich laut einer Mitteilung der Polizei „vermutlich in Essen und/oder benachbarten Städten im Ruhrgebiet, Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum oder Dortmund“. Er könne aber auch ganz woanders sei, sagte ein Sprecher. Auch mit einem Foto sucht die Behörde nach Hinweisen auf den Verbleib des Verdächtigen. Joris M. wird mit einem Haftbefehl gesucht. Zeugen können sich beim Kriminalkommissariat 31 der Polizei Düsseldorf unter 0211/8700 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

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