Protest

Fridays for Future geht in Düsseldorf wieder auf die Straße

Fridays for Future geht am Freitag in Düsseldorf wieder auf die Straße.

Fridays for Future geht am Freitag in Düsseldorf wieder auf die Straße.

Foto: OH

Düsseldorf.  Junge Aktivisten sind sauer auf SPD und CDU. Sie protestieren gegen das Kohleausstiegsgesetz vor Parteizentralen und Landtag.

Empörung bei den Umwelt-Aktivisten: Das letzten Freitag vom Bundestag verabschiedete Kohleausstiegsgesetz entspricht nicht ihren Vorstellungen. Aus diesem Grund treffen sich am Freitag, 10 Juli, um 15 Uhr junge Aktivisten aus ganz NRW im IHZ-Park an der Warschauer Straße. Von dort starten sie einen Demonstrationszug zu den Parteizentralen von SPD und CDU. Zahlreiche Organisationen wie BUND, Attac, NAJU und der Jugendrat Düsseldorf schlossen sich auf Initiative der Fridays for Future-Bewegung zusammen und organisierten gemeinsam die spontane Demonstration.

Für Kohleausstieg bis 2030

Die jungen Aktivisten setzen sich für einen Kohleausstieg bis 2030 ein und fordern die sofortige Nachbesserungen am Kohleausstiegsgesetz. „Dieses Skandal-Gesetz zementiert die Nutzung der Kohleenergie noch bis 2038“, sagt Julia Schröder, Schülerin aus Wülfrath.

„Das Klimabündnis wirft der Bundesregierung vor, durch einen Kohleausstieg im Jahr 2038, statt wie von Wissenschaftler befürwortet, bis zum Jahr 2030 das Pariser Klimaabkommen und die Zukunft der jüngsten und künftiger Generationen aufs Spiel zu setzen“, sagt Lukas Mielczarek, Mitglied im Düsseldorfer Jugendrat und Mitorganisator der „Fridays for Future“-Demos in Düsseldorf.

Der Ausstieg aus der Kohle solle nicht nur die deutschen Emissionen um ein Drittel senken, sondern auch die Umweltbedingungen in den Kohleabbaugebieten verbessern. Insgesamt würde das, laut des Aktionsbündnisses, sieben Dörfer vor der Vernichtung bewahren.

Verbrennung von Kohle ist nicht nötig

Und das die unnötige Umweltverschmutzung nicht sein muss, erklärt Stephan Zeisler, ein Aktivist aus Düsseldorf: „Wie überflüssig das Verbrennen von Kohle ist, wird auch deutlich, wenn man bedenkt, dass 90 Prozent der Kohlekraftwerke im vergangenen Jahr ihre eigenen Kosten nicht mehr decken konnten und nur von Subventionen aus Steuergeldern am Laufen gehalten werden konnten”.

Die Aktivisten fühlen sich durch die Entscheidung zum Kohleausstiegsgesetz im Stich gelassen. Selbst SPD-Mitglied Jannik Berbalk, FFF-Aktivist aus dem Kreis Kleve, ist der Meinung. „CDU und SPD werfen blindlings jede Form von Verantwortungsbewusstsein gegenüber den jungen und allen kommenden Generationen über Bord.“

Start 15 Uhr am IHZ-Park, Warschauer Straße. Zwischenkundgebungen: SPD NRW;Werdener Str. 4. CDU NRW; Wasserstraße 6. Abschlusskundgebung: Landtag NRW

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