Protest

Fridays for Future in Düsseldorf: „Es ist noch viel zu tun“

Aktivisten der Fridays for Future-Bewegung vor dem Hauptbahnhof: Sie setzen sich für eine bessere Klimapolitik ein.

Aktivisten der Fridays for Future-Bewegung vor dem Hauptbahnhof: Sie setzen sich für eine bessere Klimapolitik ein.

Foto: David Young

Düsseldorf.  Die Zeichen stehen momentan auf grün – die Fridays for Future-Bewegung hat daran sicher einen großen Anteil, so Mitorganisator Lukas Mielczarek.

In immer mehr Städten wird mittlerweile der Klimanotstand ausgerufen, so auch in Düsseldorf Anfang Juli. Die Grünen erzielen überall sehr gute Wahlergebnisse und Umfragewerte und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) möchte plötzlich sogar den Klimaschutz ins Grundgesetz aufnehmen – Umwelt und Klima sind in aller Munde. Und einen großen Beitrag dazu hat sicher auch die Fridays for Future-Bewegung geleistet, auch wenn sich der Düsseldorfer Mitorganisator Lukas Mielczarek bescheiden zeigt.

Klimapolitik ist kein neues Thema

„Klimapolitik und -gerechtigkeit ist kein neues Thema. Da haben schon viele Gruppen Verdienste geleistet“, so Mielczarek. Die Fridays for Future-Aktionen jeden Freitag haben lediglich neue „Energien freigesetzt und junge Menschen auf die Straße geholt“, die sich um ihre Zukunft auf diesen Planeten sorgen. Das sei ein Riesenfaktor.

Dennoch, betont Mielczarek, „scheint gerade nur alles grün“. Einen Klimanotstand auszurufen könne nur ein erster Schritt sein. „Das muss man nun weiterverfolgen und Maßnahmen ergreifen.“ Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sieht der Aktivist noch viel Potenzial, vor allem auf Düsseldorfs Dächern sei viel zu holen. Da müsse man die Kommune aber in die Pflicht nehmen.

Bei den Bürgern findet ein Umdenken statt

Ein Erfolg sei jedoch sicherlich bereits, dass ein Umdenken bei den Bürgern stattfindet und gefunden hat. „Das hat man nicht zuletzt auch bei der Europawahl gesehen. Da hat manch eine Partei gestutzt, dass Klimaschutz doch so ein zentrales Thema ist und sie abgestraft wurde.“ Das habe auch gezeigt, „dass man uns nicht weglächeln“ kann.

Der Zuspruch sei zudem ungebrochen, so Mielczarek. Selbst in den Ferien sind immer neue junge Leute dazu gekommen. Und was ihn ebenfalls freut: dass es mittlerweile so viele andere Gruppen wie „Teachers for Future“, „Scientists for Future“, aber auch „Parents for Future“ gibt. Bei den letzteren sei es nur schade, dass es in Düsseldorf bisher keine aktive Gruppe gebe. „Aber vielleicht kommt das noch“, so Mielczarek, der sich nun voll und ganz auf die nächste Aktion einstellt – am Freitag, 23. August, gibt es eine große Protestaktion zum ersten Mal am Düsseldorfer Flughafen mit den Aktivisten der Ortsgruppen Niederrhein-Wupper. Los geht es um 12.20 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Fernbahnhof.

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