Aufräumaktion

Düsseldorfer sammelten 200.000 Kippen in einer Woche

„RhineCleanUp“ sammelt Zigarettenkippen in Düsseldorf. Innerhalb einer Woche wurden rund 200.000 gesammelt.

„RhineCleanUp“ sammelt Zigarettenkippen in Düsseldorf. Innerhalb einer Woche wurden rund 200.000 gesammelt.

Foto: Tobias Kaluza

Düsseldorf.  „RhineCleanUp“ sammelte Zigarettenstummel am Rhein und in der Innenstadt. Die Aktion war Vorbereitung für das große Aufräumen am 14. September.

Eine große Glassäule voller Zigarettenkippen. Das ist das Ergebnis von einer Woche Sammeln, das Freitag präsentiert wurde. Rund 200.000 Kippen haben die freiwilligen Helfer innerhalb einer Woche aufgelesen. Am Rhein und in der Innenstadt wurde gesammelt.

Bereits eine einzige Kippe kann bis zu 40 Liter Grundwasser verseuchen, warnen Wissenschaftler. Die gemeinnützige Organisation „RhineCleanUp“ stellte die Aktion „Rheinkippen“ auf die Beine, besorgte die Ausrüstung und mobilisierte die Freiwilligen. Sie soll als Vorbereitung für den großen Aufräumtag am 14. September dienen.

200 Teilnehmer sammelten kippen

„Das Zigaretten-Cleanup war quasi zum Aufwärmen gedacht. Das war das erste Mal, dass wir diese Aktion durchführen und es war ein großer Erfolg“, berichtet Joachim Umbach, Organisator von „RhineCleanUp“. „Wir haben mit etwa 200 Teilnehmern grob geschätzt 200.000 Zigarettenkippen eingesammelt.“ Am Ende passten die ganzen Kippen gar nicht mehr in die Säule und die Helfer mussten sie in Tüten und Eimern daneben stellen.

„Andere Kommunen wollen es uns nun gleichtun und ebenfalls solche Aktionen durchführen“, sagt Umbach. „Wir selber werden künftig weiter solche und ähnliche Aktivitäten organisieren.“ Die nächste und gleichzeitig größte Aktion wir am 14. September das „RhineClean-Up“ sein. An dem Tag werden, wie im vergangenen Jahr, tausende Helfer in vielen Städten entlang des Rheins, vom Ursprung bis zur Mündung, den Fluss vom Müll befreien.

Gruppen aus den Nachbarländern

Sogar im schweizerischen Schaffhausen und in Rotterdam haben sich Gruppen für den Aktionstag angemeldet. „Wir können die Welt damit zwar nicht verändern, aber es ist ein Erfolg, wenn wir ein paar Menschen zum Umdenken bewegen“, resümiert Joachim Umbach.

Die Gruppe „Blockblocks“ beteiligte sich die ganze Woche über am Aktionstag. Die Freiwilligen sammelten die Zigarettenkippen am Rhein und werden auch am 14. September, beim großen „RhineClean-Up“ dabei sein. Doch nur bei den beiden Aktionen belassen sie es nicht: „Wir gehen einmal im Monat Müll einsammeln. Meistens am Rhein aber auch an anderen Standorten.“, sagt Kira Bläsius von „Blockblocks“. „Jeder Mensch kann etwas machen und wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, dann bleibt die Aufgabe nicht an einigen wenigen hängen.“

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