Nachhaltigkeit

Projekt „Essbare Stadt“: Düsseldorf soll ökologischer werden

Kinder nutzen die Gelegenheit und kümmern sich um ausgesäten Salat. Durch den Anbau von Lebensmitteln in der Nähe werden Transportwege gespart und Verpackungen vermieden.

Kinder nutzen die Gelegenheit und kümmern sich um ausgesäten Salat. Durch den Anbau von Lebensmitteln in der Nähe werden Transportwege gespart und Verpackungen vermieden.

Foto: Foto: Philipp Brandstädter / dpa

Düsseldorf.   Neues ökologisches Projekt fördert den Anbau von Obst und Gemüse in der City. Im Garten der VHS wird das notwendige Wissen vermittelt.

Sportstadt, Kulturstadt und jetzt auch noch „essbare Stadt“: Die Stadt Düsseldorf führt ein weiteres neues Konzept ein – Gemüse- und Obstanbau in der City sollen gefördert werden. Mit dem Projekt, welches von Umwelt- und Gartenamt ins Leben gerufen wurde, soll Düsseldorf noch ökologischer werden. „Das Projekt ‘Essbare Stadt’ ist eine tolle Idee, bei der jeder selbst aktiv werden kann“, erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies. „Durch den Anbau von Lebensmitteln in der Nähe werden Transportwege gespart und Verpackungen vermieden. Zudem können wir so die Wertschätzung von Lebensmitteln fördern und soziales Miteinander und ökologische Aufwertung von Flächen verbinden“, so Stulgies weiter.

Erste Anfragen für Hochbeete

Die Stadt lässt Düsseldorfer mit einem grünen Daumen nicht im Stich: das Nutzen von Hochbeeten etwa wird aktiv gefördert. Wer idealerweise in kleiner Gruppe ein Hochbeet mit essbaren Pflanzen pflegen und die Ernte teilen mag, kann etwa eine private Fläche für ein Hochbeet zur Verfügung stellen, die öffentlich zugänglich ist. Aufgestellt werden kann es zum Beispiel vor einem Unternehmen, in der Kirchengemeinde, am Vereinsbüro oder im Vorgarten eines Wohnhauses. „Von Seiten der Stadt werden keine direkten Zuschüsse gewährt. Interessierten Personen wird stattdessen ein Hochbeet inklusive biozertifiziertem Saatgut und Erde geliefert. Das Umweltamt übernimmt die Organisation mit der Firma Ackerhelden“, so Stadtsprecher Manuel Bieker.

Bisher hat die Stadt elf Anfragen für die Bereitstellung von Hochbeeten erhalten und genehmigt. Das erste Hochbeet ist bereits geliefert und bepflanzt, die übrigen folgen in den nächsten Tagen. „Wie viele Beete noch rechtzeitig zur Pflanzsaison bestellt werden, ist schwer abzusehen. Aktuell sind Projekt-Mittel für 30 Beete reserviert“, so Bieker weiter.

Weitere grüne Aktionen geplant

Neben den Hochbeeten sind noch viele weitere grüne Aktionen geplant: Auf sechs Kinderspielplätzen in sechs Stadtbezirken pflanzt das Gartenamt Gruppen von Johannisbeersträuchern. Die Standorte sind der Spielplatz Auf’m Rott in Wersten, die Freizeitanlage Heerdt, die Freizeitanlage Ulenbergstraße in Bilk, der Spielplatz Kaiserpark in Pempelfort, der Spielplatz Klemens platz in Kaiserswerth sowie der Wasserspielplatz Tannenhof in Vennhausen.

Auch Schulen sollen „essbar“ werden

Nicht nur Düsseldorf, auch Schulen sollen „essbar“ werden: Schulen erhalten deshalb für den ersten Schritt, den Kauf von biozertifiziertem Saatgut oder Setzlingen für essbare Pflanzen, einen Zuschuss. Gepflanzt und gesät wird auf dem Schulgelände, etwa im Schulgarten. Zudem können die Schulen das Projekt thematisch in den Unterricht einbinden.

Alle Düsseldorfer sind zudem eingeladen, im VHS-Biogarten im Südpark aktiv zu werden. Der VHS-Garten vermittelt praxistaugliches Wissen zum nachhaltigen Gärtnern. Für die „Essbare Stadt“ bietet er in diesem Jahr zusätzliche Kurse an, beispielsweise „Frisch auf den Tisch – Gemüse selbst angebaut“ am Samstag, 29. Juni, 14 bis 16 Uhr.

Weitere Infos zu dem Projekt „essbare Stadt“: www.duesseldorf.de/agenda21/essbarestadt sowie telefonisch unter 0211/8926809. Infos zum Förderungsantrag: 0211/8925094.

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