Messe

Der Caravan Salon in Düsseldorf soll noch weiter wachsen

Aus der hessischen Reisemobilmanufaktur La Strada kommt das Modell „Regent S 4x4“ inklusive Küchenblock – ein Beispiel für den Trend zum Kompakten.

Aus der hessischen Reisemobilmanufaktur La Strada kommt das Modell „Regent S 4x4“ inklusive Küchenblock – ein Beispiel für den Trend zum Kompakten.

Foto: Hersteller

Düsseldorf.  Auf dem Düsseldorfer Messe-Gelände gibt es zu wenig Platz für die große Nachfrage. Die Ausstellungsflächen waren rasant schnell ausgebucht.

Der Caravan Salon, der am Freitag in Düsseldorf startet, bekommt Platzprobleme. Die Flächen für Aussteller bei der weltweit wichtigsten Messe für mobiles Reisen seien auch in diesem Jahr rasend schnell wieder ausgebucht gewesen, sagte Caravan-Direktor Stefan Koschke bei einem Ausblick auf die Veranstaltung, die am 30. August beginnt.

Möglichkeiten gesucht, die Messe wachsen zu lassen

„Es macht uns glücklich, dass wir wieder ein so breites Angebot bieten können“, fügte er hinzu – es sei auf der anderen Seite aber bedauerlich, dass man einigen Ausstellern nur Plätze auf der Warteliste anbieten könne. „Wir suchen deshalb nach Möglichkeiten, den Caravan Salon weiter wachsen zu lassen.“

In diesem Jahr müsse man sich aber erst einmal mit der zur Verfügung stehenden Fläche begnügen: Im Zehn-Jahres-Vergleich ist die bereits um 41 Prozent gewachsen; 214.000 Quadratmeter stehen in diesem Jahr in 13 Hallen und auf dem Freigelände zur Verfügung. 641 Aussteller aus 31 Ländern präsentieren dort allein 2100 Freizeitfahrzeuge sowie reichlich Zubehör und Accessoires rund um das Campen.

250.000 Besucher werden zur Messe erwartet

Der anstehende Caravan Salon soll wieder mindestens ebenso viele Besucher auf das Messegelände ziehen wie die Rekord-Veranstaltung des Vorjahres. 250.000 Besucher waren 2018 zur gekommen. „Das ist eine tolle Entwicklung für die Industrie, für die Messe – aber auch für die Stadt und die Region“, sagte Koschke: Denn die Besucher bleiben gerne mehrere Tage, gehen in Düsseldorf einkaufen und essen und nutzen das Kultur- und Freizeitangebot. Lediglich die Hoteliers dürften bei dieser speziellen Veranstaltung etwas weniger Zulauf spüren als bei anderen großen Messen. Ein großes Besucherinteresse zeichnet sich auch in diesem Jahr ab. Für das erste Wochenende der Messe sind die Stellplätze im Caravan-Center – wo Besucher mit Wohnwagen und -mobilen übernachten können – bereits wieder ausgebucht.

Erstmals wird es in diesem Jahr eine Sonderschau „Caravaning Sports“ (Freigelände vor Halle 16) geben. „Wer diese Art des Reisens mag, ist oft auch gern sportlich unterwegs“, so Koschke. Daher zeige man in der Schau Fahrzeuge, die besonders gut geeignet sind, um sportliche Aktivitäten und den Urlaub auf vier Rädern zu verbinden. Ein anderer Schwerpunkt ist die „Starterwelt“, die weiter ausgebaut sind: Weil viele Besucher ganz neu in die Messethemen einsteigen, soll ihnen dort Orientierung geboten werden. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Caravan Salon einen Anteil von 36 Prozent Erstbesuchern.

„Es gibt ein Revival im Camping“, sagt der Caravan-Verband

Den Boom der Urlaubsform bestätigte der Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), Daniel Onggowinarso. „Es gibt ein Revival im Camping, der Imagewechsel ist geschafft.“ Das belegen auch die Verkaufszahlen: So wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 61.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018 und auch mehr als jemals zuvor. Daran haben die Reisemobile einen stärkeren Anteil als die Wohnwagen. Besonders gefragt sind dem Experten zufolge kompakte Fahrzeuge: „Mit den Kompakten haben wir eine komplett neue Zielgruppe erreicht“, sagt er: Sie verhelfen uns zu den tollen Zahlen.“

Weitere große Trends sind Onggowinarso zufolge die Themen Konnektivität (Einbindung von digitalen Services in das Fahrzeug) und Komfort. Die Käufer wollen, so sagt er, heute eine umfangreichere Ausstattung haben. Nur vereinzelt wird es dagegen Elektro-Wohnmobile zu sehen geben. Ob diese schon serienreif seien, sei unklar: „Ich denke, dass wir da nächstes Jahr mehr sehen werden.“

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