Vier Millionen Besucher

Das sind die wichtigsten Infos zur Düsseldorfer Rheinkirmes

Vier Millionen Besucher werden auf der Kirmes erwartet.

Vier Millionen Besucher werden auf der Kirmes erwartet.

Foto: Martin Gerten / picture alliance / dpa

Düsseldorf.  Vier Millionen Besucher werden bei der Rheinkirmes in Düsseldorf erwartet. Das Spektakel in der Landeshauptstadt startet am 12. Juli.

In dieser Woche ist es wieder soweit: Am Freitag, 12. Juli, startet die Größte Kirmes am Rhein auf den Oberkasseler Rheinwiesen. Das Volksfest am Rhein dauert insgesamt bis zum 21. Juli, es werden mehr als vier Millionen Besucher erwartet. Geöffnet hat die Kirmes montags bis freitags jeweils ab 14 Uhr, samstags ab 13 Uhr und an den Sonntagen bereits ab 11 Uhr.

In diesem Jahr fällt der Eröffnungstag auf den letzten Schultag vor den Sommerferien, was dem St. Sebastianus Schützenverein 1316 als Veranstalter sehr entgegen kommt. Denn, so sagt Kirmesarchitekt Thomas König: „Unsere Zielgruppe sind Familien.“ 24 Fahrgeschäfte, und damit drei mehr als 2018, sind für die jüngsten Besucher der 118. Kirmes. An eine Kindersammelstelle ist gedacht, in einigen der 40 Toilettenanlagen sind Wickelräume installiert.

Düsseldorfer Rheinkirmes auf einer Fläche von 165.000 Quadratmetern

Insgesamt werden die 301 Schaustellergeschäfte an über vier Kilometer Straßenfront auf einer Fläche von 165.000 Quadratmetern aufgebaut. Wie jedes Jahr wird Neues wie der Voodoo Jumper und der Ghost Rider und Altbewährtes wie der Hang Over, der Wellenflug oder das Riesenrad für Spaß und Adrenalin-Kicks sorgen. „Bei unveränderten Preisen“, sagt König mit Blick auf die Eintrittspreise der Fahrgeschäfte.

Zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen ist die „Geisterfabrik“ aus Hamburg. Sie gilt als die „größte mobile, interaktive Geisterbahn der Welt“. Mit Infrarotpistolen gehen die Besucher während der Fahrt auf Zombiejagd. Auf 400 Metern Strecke und über fünf Etagen können 200 Ziele getroffen werden. Besonderheiten: ein Lift und ein Flugsimulator. Aus München von den Oktoberfest-Wiesen ist der „Olympia Looping“ an den Rhein gekommen: laut Betreiber die einzige mobile Achterbahn mit fünf Loopings. Besucher werden auf Tempo 100 beschleunigt. Nicht dabei ist in diesem Jahr das Französische Dorf, es wird durch die „Weinmühle“ ersetzt. Höhepunkt der Kirmes wird für viele das 25-minütige Feuerwerk am Freitag, 19. Juli, sein.

, die die Kirmes in ihr jährliches Schützenfest einbetten, an den zehn Kirmestagen. Das Sicherheitskonzept wurde fortgeschrieben und wird wie im Vorjahr mit rund 150.000 Euro zu Buche schlagen. „Wobei die Summe da eher nach oben geht“, sagt König.

So läuft die Anreise zu den Düsseldorfer Rheinwiesen

Im Umkreis der Kirmes gibt es keine Parkplätze, deswegen ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel die sinnvollste. Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof bis zur Kirmeshaltestelle „Luegplatz“ benötigen die U-Bahnlinien rund sieben Minuten. An der Haltestelle halten die U70, die U74, die U75, die U76 und die U77. Die Rheinbahn erhöht auf diesen Linien den Takt, in den Spitzenzeiten gibt es alle zwei Minuten einen Zug vom Hauptbahnhof zur Luegallee. Busse und Bahnen sind teilweise bis 3 Uhr nachts unterwegs.

Außerdem wird eine Linie E eingerichtet, die freitags zwischen 18 und 2 Uhr, samstags zwischen 14.30 und 2.30 Uhr und sonntags von 14 bis 22.30 (14. Juli) beziehungsweise 23.30 (21. Juli) vom Hauptbahnhof zum Belsenplatz fahren wird. Der südliche Eingang der Kirmes wird über die Buslinien 835 und 836 zur Haltestelle „Jugendherberge“ bedient. Hierher fährt auch die Pendelbus-Linie 890, die vom Parkplatz P2 auf dem Messegelände die Gäste zum Volksfest bringt.

Wer aus dem Ruhrgebiet anreist, sollte die Bahnsperrung der Hauptstrecke zwischen Essen und Duisburg im Blick haben, die ebenfalls am 12. Juli beginnt.

Es gibt ein spezielles Verkehrskonzept für Anwohner

Die Stadt hat ein Verkehrskonzept entwickelt, um die Einschränkungen für den Verkehr und die Anwohner möglichst gering zu halten. Die betroffenen Gebiete in Ober- und Niederkassel werden durch Poller abgesperrt, die Wohnbereiche sind für Anlieger über acht Zufahrten erreichbar: Niederkasseler Kirchweg Ecke Lütticher Straße, Niederkasseler Straße Ecke An der Apfelweide, San-Remo-Straße Ecker Kaiser-Friedrich-Ring, Oberkasseler Straße Ecke Düsseldorfer Straße, Dominikanerstraße Ecke Luegallee, Teutonenstraße Ecke Luegallee, Hectorstraße/Ecke Düsseldorfer Straße und Quirinstraße Ecke Arnulfstraße. Diese Zufahrten können zur Kirmeszeit zwischen 15 Uhr (an den Wochenenden 13 Uhr) und 23 Uhr nur mit einer entsprechenden Berechtigung befahren werden.

Polizei ist mit 100 Beamten im Einsatz

Neben einem Security-Dienst ist die Polizei täglich mit 100 Mann in wechselnden Schichten vor Ort. „Das ist personell für uns ein Kraftakt“, sagt Markus Niesczery, Pressesprecher der Polizei. Aber der Einsatz zahlt sich aus. Ob Diebstahl, Körperverletzungen oder Sexualdelikte - die Einsatzzahlen, die die Polizei seit Jahren am Ende der Kirmes vorlegt, sind niedrig. „Wir werden auch dieses Jahr viel intervenieren“, so Niesczery. Wer der so genannten Gefährderansprache nicht Folge leiste, erhalte einen Platzverweis.

Für die Schützen kann es also losgehen. Auch das Bangen mit Blick auf die Haltestelle Luegplatz, die aktuell umgebaut wird, ist vorbei. Denn sicher ist: Die Haltestelle wird rechtzeitig fertig. „Anfang Juli ist Eröffnung“, sagt Heike Schuster , Sprecherin der Rheinbahn.

Schützen eröffnen wieder die Kirmes

„Ohne Schützen keine Kirmes“, die Veranstalter werden nicht müde diesen Satz zu wiederholen. Ihr Heimat- und Schützenfest, an das die Kirmes angegliedert ist, sind schon am 6. Juli mit dem Regiments-Ringstechen und einem Eröffnungs-Frühkonzert am Rathaus (7. Juli) gestartet. Richtig los geht es dann am 12. Juli mit der Eröffnung. Es folgen zehn Tage Schützenfest mit Ausschießen des neuen Schützenkönigs, dem Historischen Festzug und traditionellen Seniorentag. „Da kommen wieder 2000 Menschen zu uns ins Zelt“, sagt Schützenchef Lothar Inden. Seit 40 Jahren gibt es diese auf vier Stunden ausgelegte Veranstaltung, zu der sich jedes Jahr viel mehr Menschen bewerben, als Platz vorhanden ist.

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