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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Wochenende (7./8. März)

Virologe zum Coronavirus: Ansteckungsgefahr im Sommer gering

Das Coronavirus beschäftigt die Menschen. Prof. Dr. Ulf Dittmer, Virologe an der Uniklinik Essen, beantwortet im Interview Fragen der User.

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Düsseldorf.  In NRW ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 484 gestiegen. In Gelsenkirchen und Bottrop gibt es neue Verdachtsfälle. Alle Infos im Blog.

  • Das Derby in der Bundesliga zwischen dem BVB und Schalke 04 wird wohl ohne Zuschauer stattfinden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Sonntag an, die Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu befolgen.
  • Mindestens 484 Fälle in NRW. Der jüngste Stand, der auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums basiert, stammt von Sonntag, 11.30 Uhr. Allein im Kreis Heinsberg waren es 277.
  • 550 Fußballfans aus dem Kreis Heinsberg seien laut Borussia Mönchengladbach dem Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund ferngeblieben. Gladbach hatte im Vorfeld angeboten, Fans aus dem Kreis Heinsberg den Ticketpreis zu erstatten. Auch unter den Fans war das Virus Thema.
  • Für bessere Versorgung: Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert.
  • 200 Schüler aus Gelsenkirchen und Münster müssen nach einer Südtirol-Reise unter Quarantäne.
  • Bochum schließt für 14 Tage eine Arztpraxis. Insgesamt gibt es in der Stadt aktuell vier Corona-Fälle.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen nach NRW ab.
  • Hier lesen Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen zum Coronavirus.

Sonntag, 22: Wir schließen unseren Newsblog für heute. Am Montagmorgen werden wir hier weiter aktuell berichten.

Sonntag, 21.47: Das Derby in der Bundesliga zwischen dem BVB und Schalke 04 wird wohl ohne Zuschauer stattfinden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Sonntag an, die Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu befolgen. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, Großveranstaltungen vorerst auszusetzen. „Großveranstaltungen haben natürlich die Neigung, dass da viel übertragen wird“, sagte Laschet in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“: „Deshalb werden wir diesen Rat jetzt auch (...) bei uns in Nordrhein-Westfalen umsetzen.“ Dies würde auch das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln betreffen.

Sonntag, 19.54: Bochum meldet den vierten Corona-Fall: Eine Frau ist nach der Rückkehr aus dem Urlaub in Südtirol positiv getestet worden ist. Ein mitreisender Bochumer wurde nach Auskunft der Stadt hingegen negativ getestet. „Das Paar hat sehr umsichtig gehandelt, sich nach der Rückkehr direkt testen lassen und öffentliche Kontakte vermieden“, so Stadtsprecher Peter van Dyk. Beide Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Sonntag, 19.12: Der Landrat des vom Coronavirus gebeutelten nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg hofft auf einen Mut machenden Auftritt von Rockmusiker Udo Lindenberg. „Was wäre das für ein starkes Signal“, „wenn so ein Mutmacher wie Udo Lindenberg uns mal besuchen würde“, schwärmte der 51-Jährige in seinem jüngsten Video. Die Idee sei ihm am Morgen unter der Dusche gekommen, erzählte Pusch. Dort habe er mehrere Lindenberg-Songs gehört wie „Mein Ding“ oder „Durch die schweren Zeiten“. Das bringe Motivation gerade in Zeiten, in denen Heinsberg wegen der vielen Infektionsfälle gerade „ein bisschen ausgegrenzt“ werde. Lindenberg - im nordrhein-westfälischen Gronau geboren - stehe doch dafür, Mut statt Angst zu machen, warb Pusch um den 73 Jahre alten Rocker. „Udo, auch die ganze rechte Scheiße, die wir im Augenblick in Deutschland haben, die kommt ja hauptsächlich durch das Thema Angst machen.“ Der Kreis Heinsberg hatte am Sonntagnachmittag insgesamt 288 Coronavirus-Infektionen erfasst und damit mit Abstand die meisten von inzwischen rund 500 in NRW.

Sonntag, 18.14: Das Coronavirus hatte auch . Fünf Aussteller sprangen ab. Der Eintrittspreis wurde gestrichen.

Sonntag, 18.04: Ein erster Verdachtsfall des Corona-Virus’ in Heiligenhaus hatte sich zwar nicht bewahrheitet. Wie der Kreis Mettmann mitteilte, sei das Testergebnis negativ gewesen. Nun gibt es aber zwei neue Verdachtsfälle in der Stadt.

Sonntag, 17.25: Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn wird vorsorglich ab Montag geschlossen. Eine Familienangehörige einer Person, die vom Kreisgesundheitsamt als ein Verdachtsfall auf eine Coronavirus-Infektion eingestuft worden ist, besucht das Berufskolleg. Um die Übertragungskette frühzeitig zu stoppen, wird das Berufskolleg so lange vorsorglich geschlossen, bis die Ergebnisse des Tests vorliegen.

Sonntag, 17.01: Das fast 18 Millionen Einwohner zählende NRW ist bundesweit mit Abstand am stärksten vom Coronavirus betroffen. Keine neue Entwicklung vermeldeten die Universitätskliniken Aachen, Essen und Düsseldorf zum Gesundheitszustand von Patienten, die dort in den vergangenen Tagen in kritischer Verfassung eingeliefert worden waren. Der Zustand des ersten Covid-19-Patienten sei „nach wie vor ernst“, berichtete ein Sprecher der Uniklinik Düsseldorf der dpa. Die Uniklinik Aachen bestätigte, aktuell würden dort drei Patienten mit Coronavirus-Infektionen behandelt, wollte aber keine Auskunft über deren Gesundheitszustand geben. Auch in der Uniklinik Essen, die vor einigen Tagen eine 89-Jährige mit Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion auf ihre Intensivstation aufgenommen hatte, gab es keinen neuen Sachstand.

Sonntag, 16.42: Und auch vor dem Lokalsport macht das Coronavirus nicht halt. Die Playoff-Spiele des Herner EV in Füssen stehen zumindest auf der Kippe. Im Allgäu sorgt das Virus für Unsicherheit.

Sonntag, 16.39: Der Gesundheitspolitiker Peter Liese (CDU) hat sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus‘ dafür ausgesprochen, das Bundesliga-Nachholspiel Mönchengladbach gegen Köln am kommenden Mittwoch vor leeren Rängen stattfinden zu lassen. „Eine Ansteckungsgefahr besteht ja nicht nur im Stadion selbst, sondern vor allem auch in den vollen Zügen bei der Anreise“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europaparlament (EVP).

Sonntag, 16.18: Eine Lehrperson des Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel gilt als „begründeter Verdachtsfall“. Die Schule bleibt bis mindestens Mittwoch dicht.

Sonntag, 16.16: Soll man neben Norditalien auch NRW meiden? So konnte man Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verstehen. Das Land bemüht sich um Klarstellung. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat zur Vorsicht bei Fahrten in Gebiete mit aktuell starker Verbreitung des neuartigen Coronavirus geraten. „Bei Reisen, die nicht notwendig sind, sollte man angesichts der aktuellen Lage und der dynamischen Entwicklung bei der Ausbreitung des Virus allgemein überlegen, ob man sie überhaupt antritt. Die Lage in den Regionen Nordrhein-Westfalens ist derzeit sehr unterschiedlich“, sagte Laumann unserer Redaktion.

Sonntag, 15.27: Gesundheitsminister Jens Spahn fordert, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Derzeit geschehe dies aus seiner Sicht zu zaghaft. Sein oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen. „Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen.“

Sonntag, 15.05: Die Johammes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach bleibt bis zum 18. März geschlossen. Eine Person aus der Schülerschaft war positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Das heißt also ganz konkret, die erkrankte Person und deren Eltern und Geschwister, alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrerinnen und Lehrer, sowie das Haus- und Küchenpersonal an der Johannes-Gutenberg-Realschule dürfen auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes ihr zu Hause bis einschließlich 18. März 2020 nicht verlassen", schreibt die Stadt auf der Homepage. Bei Schulkindern, die krankheitsbedingte Symptome zeigen würden, könne am Sonntag ein Abstrich genommen werden.

Sonntag, 14.22: Gesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen in von dem Coronavirus betroffene Risikogebiete ab. Dazu zählt der CDU-Politiker neben Italien auch NRW. Auf nicht notwendige Reisen sollten die Bürger verzichten, sagte Spahn am Rande eines EU-Treffens in Brüssel am Freitag.

Sonntag, 14.00: Am Samstag war in Bochum der dritte Corona-Fall bestätigt worden, am Sonntag hat das Gesundheitsamt vorsorglich eine Arztpraxis geschlossen. Nach Angaben der Stadt Bochum handelt es sich um die Praxis des Hausarztes des infizierten Mannes. "Am Samstag hatten zunächst keine Erkenntnisse über Kontakte des erkrankten Mannes und seiner Frau vorgelegen, die über die Isolation des Paares in häuslicher Quarantäne hinausgehende Schritte erforderlich gemacht hätten", schreibt die Stadt. Weitere Gespräche hätten aber ergeben, dass das Paar Kontakt zu mehreren Personen gehabt habe. Dazu zählt auch der Hausarzt. Die Praxis im Stadtteil Wiemelhausen bleibt nun für 14 Tage geschlossen. Der Arzt und seine Frau befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Sonntag, 13.45: Südtirol gilt als Corona-Risikogebiet. Deswegen sagt das Gymnasium Holthausen in Hattingen die geplante Skifreizeit kurzfristig ab. Die Stornokosten übernimmt das Land. „Da die Skifahrt ausfällt und wir in der Kürze der Zeit auch keine Ersatzfahrt organisieren können, werden die Schüler in dieser Woche zur Schule gehen müssen“, sagt Schulleiter Thorsten Köhne.

Sonntag, 13.18: Wie die Stadt Düsseldorf mitteilt, wurde ein weiterer Düsseldorfer positiv auf das Coronavirus getestet. "Der Mann (Jahrgang 1963) zeigt nur leichte Grippesymptome. Seine Frau ist bisher symptomfrei. Der Mann war ein enger Kontakt eines bekannten Falls aus Heinsberg", schreibt die Stadt. Seit dem 3. März befinde sich der Mann in häuslicher Quarantäne. Insgesamt verzeichnet Düsseldorf damit den vierten Corona-Patienten.

Sonntag, 13.12: Innerhalb eines Tages hat sich die Fallzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen um 107 erhöht. Auch bundesweit breitet sich das Coronavirus weiter aus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag die Zahl in Deutschland am Sonntag (Stand: 8.00 ) bei 847 Fällen. Das sind rund 50 Infektionen mehr als am Vortag und mehr als zehnmal so viele wie noch eine Woche zuvor. Außer Sachsen-Anhalt sind mittlerweile alle Bundesländer betroffen.

Sonntag, 13.05: Der Krisenstab des Kreises Heinsberg sei am Wochenende „im Standby-Modus“ für den Fall, dass etwas Dramatisches passiert, wie Landrat Stephan Pusch in einer Video-Botschaft erklärte. Er mahnte erneut vor übertriebenen Ängsten und Reaktionen: „Wir müssen so viel Vorsicht wie nötig walten lassen, aber wir sollten so viel Normalität wie möglich leben.“ Um die richtige Balance zu finden, helfe es, „auch mal den gesunden Menschenverstand einzuschalten“. Das Leben im Kreis Heinsberg stehe keineswegs still. Mittlerweile zählt der Kreis Heinsberg 285 mit dem Coronavirus infizierte Personen.

Coronavirus: 550 Fußballfans geben das Ticket zurück

Sonntag, 12.29: Die Angst vor dem Coronavirus hat einige Hundert Fußballfans dazu bewogen, dem Bundesliga-Topspiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund fernzubleiben. Borussia Mönchengladbach hatte im Vorfeld allen Kartenkäufern aus dem am meisten vom Virus betroffenen Kreis Heinsberg angeboten, den Ticketpreis zu erstatten. Davon hätten 550 Leute Gebrauch gemacht, berichtete ein Vereinssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Sie dürfen zusätzlich kostenlos zum nächsten Europapokal-Heimspiel. Eigentlich sei das Spiel ausverkauft gewesen, erklärte der Sprecher. Von den möglichen 54.022 Zuschauern seien am Ende 53.877 Fußballfans vor Ort gewesen. Das Duell hatte Borussia Dortmund mit 2:1 gewonnen.

Sonntag, 12.00: Das NRW-Gesundheitsministerium hat auch am Sonntag erneut die Zahlen der an dem Coronavirus erkrankten Menschen veröffentlicht: Mindestens 484 Personen waren (Sonntag, 11.30 Uhr) mit dem Virus infiziert. 277 davon kommen aus dem Kreis Heinsberg.

Samstag, 21.21: Weil es gerade wieder überall heißt diskutiert wird angesichts der steigenden Fallzahlen in NRW: Desinfektionsmittel sind begehrt – aber bringen gar nichts gegen Corona, hat uns eine Hygienikerin erklärt:

Samstag, 19.54 Uhr: Auch in Remscheid gibt es nun die ersten bestätigten Fälle: Vier Personen, die sich offenbar bei einer Busreise in den Nahen Osten infiziert haben, wurden positiv getestet. Auch in Paderborn gibt es Infizierte.

Samstag, 18.22 Uhr: In Bochum gaben die Behörden bekannt, dass bei einem Mann, der aus dem Italien-Urlaub zurückgekehrt ist, eine Infektion bestätigt wurde. Es ist der dritte Fall in Bochum.

Samstag, 17.19 Uhr: Ein Mitglied des WDR-Rundfunkrats wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat die Pressestelle des WDR dieser Redaktion am Samstag bestätigt: „Die Geschäftsstelle des WDR-Rundfunkrats hat nach Bekanntwerden des Falls alle angeschrieben, die an der vergangenen Rundfunkratssitzung am 27. Februar teilgenommen haben.“ In Absprache mit dem Betriebsarzt seien unterschiedliche Verhaltensregeln für alle Teilnehmer ausgegeben worden, je nachdem wie viel Kontakt mit der infizierten Person bestand. Auch alle anderen WDR-Mitarbeiter seien informiert worden, heißt es aus der Pressestelle. Zunächst hatte der Kölner Stadt-Anzeiger über die Infektion berichtet.

Samstag, 16.37 Uhr: Im Zusammenhang mit den Schüler-Fahrten aus Südtirol und den Konsequenzen hat das NRW-Schulministerium inzwischen landesweit die Schulen angewiesen, alles Fahrten in vom Robert Koch-Institut benannte Corona-Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, teilte das Ministerium mit. Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) unterstrich, man woll den Schulleitungen, den Lehrkräften, aber auch den Schülerinnen, Schülern und ihren Eltern Sicherheit geben mit dieser Regelung. Damit Lehrern und Eltern kein finanzieller Schaden entstehe, etwa durch Stornierungsen, stelle das Land finanzielle Mittel bereit. Vor Schulfahrten in Nichtrisikogebiete im Ausland müssten sich die Schulen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern vor Ort abstimmen. Klassen- und Studienfahrten innerhalb von Deutschland blieben davon unberührt.

Samstag, 15.05 Uhr: Insgesamt über 200 Schüler aus Münster und Gelsenkirchen mussten sich am Freitagabend nach ihrer Rückkehr aus Südtirol wegen möglicher Coronavirus-Infektionen für zwei Wochen in häusliche Abgeschiedenheit begeben. In Münster seien drei Schulen betroffen, berichtete die Stadt am Samstag.

Samstag, 14.59 Uhr: Die Bezirksregierung Münster meldet weitere Verdachtsfälle. Konkret betroffen sind Bottrop mit sechs Verdachtsfällen (einer mehr als am Freitagnachmittag) und Gelsenkirchen mit zwei neuen Verdachtsfällen.

Samstag, 13.38 Uhr: Die Universitätskliniken Aachen, Essen und Düsseldorf vermelden keine neuen Entwicklungen mit Blick auf die Gesundheit von Patienten, die dort in den vergangenen Tagen in kritischer Verfassung eingeliefert worden waren. Der Zustand des ersten Covid-19-Patienten sei „nach wie vor ernst“, berichtete die Uniklinik Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur. Die Klinik behandelt auch seine Ehefrau, der es den Angaben zufolge schon besser geht, sowie zwei weitere infizierte Patienten aus dem Kreis Heinsberg mit schwerer und mittelschwerer Symptomatik. Die Uniklinik Aachen bestätigte, aktuell würden dort drei Patienten mit Coronavirus-Infektionen behandelt, wollte aber keine Auskunft über deren Gesundheitszustand geben. In Essen war eine 89-Jährige mit Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion vor einigen Tagen auf die Intensivstation gekommen.

Samstag, 13.28 Uhr: Ein Feuerwehrmann der Feuerwehr Düsseldorf hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Stadt am Samstag mitteilt, sei der Feuerwehrmann nur leicht erkrankt und bereits auf dem Weg der Besserung, stehe aber, ebenso wie elf Kontaktpersonen, unter häuslicher Quarantäne.

Samstag, 12.27 Uhr: Die aktuellen Zahlen für das Ruhrgebiet: Essen 6, Gelsenkirchen 3, Bochum 2, Dortmund 2, Duisburg 2, sowie je ein Fall im Kreis Recklinghausen und im Kreis Unna.

Die aktuellen Zahlen für den Niederrhein: Kreis Viersen 5, Düsseldorf 3, sowie je ein Fall im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Wesel.

In Südwestfalen gibt es fünf Fälle im Märkischen Kreis.

Samstag, 12.15 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen zu den am Coronavirus infizierten Personen in NRW veröffentlicht. Stand Samstag, 11.30 Uhr sind es 377 Menschen. Die meisten Fälle: 214 im Kreis Heinsberg, 51 in der Städteregion Aachen, 20 in Köln, 16 im Kreis Coesfeld.

Samstag, 11.24 Uhr: Die Zahl der infizierten Personen in Mönchengladbach ist auf sieben gestiegen. Das teilt die Stadt am Samstagmorgen mit. 143 Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Zwei weitere Tests seien zur Klärung im Labor, 116 Test fielen negativ aus, so die Stadt.

Samstag, 11.06 Uhr: Unter der Belegschaft der Ford-Werke in Köln-Merkenich gibt es einen bestätigten Fall einer Infektion. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Rund 30 Kollegen des betroffenen Mannes müssen dem Bericht zufolge ebenfalls zu Hause bleiben.

Trotz Coronavirus: Lit.Cologne soll wie geplant starten – WDR5-Veranstaltung abgesagt

Samstag, 10.32 Uhr: Das Literaturfestival Lit.Cologne soll trotz der Ausbreitung des Coronavirus wie geplant am Dienstag starten. Die Lit.Cologne sei nicht mit Großveranstaltungen wie der Leipziger Buchmesse zu vergleichen, sagte der Festivalchef Rainer Osnowski der Deutschen Presse-Agentur. „Die Leipziger Buchmesse - um bei dem Beispiel zu bleiben - hat nach eigenen Angaben 300.000 Besucher, und die drängen sich an vier Tagen in den Messehallen. Unsere 100.000 Besucher verteilen sich auf rund 200 Lesungen an zwölf Festivaltagen. Das sind kleine Veranstaltungen, wie sie jeden Tag, ob in Theatern, Konzerthäusern, Opernhäusern, Kinos, tausendfach in Deutschland stattfinden. Wenn man die absagen würde, dann müsste man das gesamte kulturelle Leben in der Bundesrepublik stilllegen. Das wäre völlig unverhältnismäßig.“ Wie der WDR am Samstagnachmittag mitteilt, werde die Veranstaltung „WDR 5-Literaturmarathon“, die Teil der Lit.Cologne ist, abgesagt. „Ausschlaggebend ist die extreme Dauer von 24 Stunden, der ständige Wechsel der Besucherinnen und Besucher, die nicht namentlich registriert werden, und die hohe Zahl der Mitwirkenden“, teilt der WDR mit. „Zudem gibt es üblicherweise bei der traditionellen Veranstaltung die Möglichkeit, im Funkhaus auf dem Boden in räumlicher Enge zu übernachten – auch das war ein Grund.“

Samstag, 9.26 Uhr: Eine Schulfreizeit im COVID-19-Risikogebiet Südtirol ist für zwölf Schülerinnen und Schüler eine Gelsenkirchener Hauptschule sowie ihre Betreuer in vorsorglicher Quarantäne geendet. Die Gruppe wurde am späten Freitagabend von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes empfangen. Fünf Schülerinnen und Schüler zeigten leichte Symptome, die auf eine Infektion hindeuten könnten, hieß es. Sie sollen heute aufs Coronavirus getestet werden. Alle anderen sollen trotzdem ebenfalls 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben.

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