Videoüberwachung

Angriff auf Busfahrer: Alte Technik in Überwachungskameras?

Mit diesem Standbild der Überwachungskamera sucht die Polizei nach den Schlägern. Die Qualität ist stark beeinträchtigt.

Mit diesem Standbild der Überwachungskamera sucht die Polizei nach den Schlägern. Die Qualität ist stark beeinträchtigt.

Foto: Rheinbahn

Düsseldorf.  Nach dem brutalen Angriff auf einen Busfahrer in Düsseldorf wundern sich viele über verpixelte Bilder der Videoüberwachung. Rheinbahn klärt auf.

Nach dem brutalen Angriff auf einen Busfahrer in der Nacht zu Sonntag, 8. November, in Vennhausen, suchte die Polizei Düsseldorf mit dem Bild aus einer Überwachungskamera nach den beiden Tätern. Auf der Aufnahme sind Details jedoch schwer zu erkennen. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärt die Rheinbahn, warum sich die Bildqualität der Kameras öfter vom aktuellen Stand der Technik unterscheidet.

Es gebe verschiedene Kameras auf den Bahnsteigen und in den Fahrzeugen, erklärt eine Sprecherin der Rheinbahn. „Die auf den Bahnsteigen sind leichter erreichbar, können ausgetauscht werden und haben somit neuere Technik. In den Fahrzeugen sind die Kameras auf dem Stand der Technik zum Zeitpunkt ihres Einbaus. Denn meistens sind die Kameras bereits vom Hersteller der Fahrzeuge eingebaut, wenn sie bei uns eintreffen“, so die Sprecherin. „Die können wir nicht ohne größeren Aufwand austauschen, da dafür auch die komplette Verkabelung, die durch das Fahrzeug geht, austauschen müssten.“

Neue Busse mit HD-Kameras

Außerdem sei die Speicherkapazität ein Problem, heißt es weiter. „Die Bilder der Überwachungskameras in unseren Bussen werden im Fahrzeug für 48 Stunden gespeichert. Wenn nichts passiert ist, werden die Daten dann überschrieben. Bei dem Fahndungsbild zu dem Angriff auf unseren Busfahrer ist zudem zu beachten, dass es draußen dunkel war und die Lampe im Bus durch die geöffnete Tür eingeschaltet war.“ Dadurch sei die Bildqualität beeinträchtigt worden, heißt es seitens der Rheinbahn.

„Im Video sind Konturen außerdem besser zu erkennen, als auf Standbildern, wie sie die Polizei bei der Fahndungen verwendet. Bei den 90 neuen Bussen, die wir für nächstes Jahr bestellt haben, sind Kameras mit Full HD-Qualität verbaut. Diese bieten dann eine höhere Auflösung, als die analogen Kameras in den alten Bussen.“

Die Polizei wollte sich nicht zur Bildqualität äußern und verwies auf die Besitzer der Kameras. Diese entscheiden selbst, wie viel sie in die Qualität investieren. wollen.

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