Reise

Alltours sichert sich Hotels und Betten von Thomas Cook

Der Düsseldorfer Veranstalter Alltours vergrößert durch die Übernahme von Thomas Cook-Hotels ab sofort sein Reise-Angebot.

Der Düsseldorfer Veranstalter Alltours vergrößert durch die Übernahme von Thomas Cook-Hotels ab sofort sein Reise-Angebot.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Wachstumsschub: Düsseldorfer Reiseunternehmen übernimmt Kapazitäten von Thomas Cook und vermarktet bisherige Eigenmarken und andere Kontingente.

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Nach dem Konkurs des Reise-Konzerns Thomas Cook hat der Düsseldorfer Reiseveranstalter Alltours einen großen Teil der Hotel- und Bettenkontingente der deutschen Cook-Töchter Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin übernommen. „Die betreffenden Hotels können ab sofort für den kommenden Winter und die Sommersaison 2020 bei Alltours und Byebye gebucht werden“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Alltours bedeutet das einen enormen Wachtumsschub.

Vor allem auf Mallorca, wo Alltours schon Marktführer ist, wird kräftig ausgebaut

Dies betreffe alle Zielgebiete von Alltours – ob im Mittelmeerraum mit Spanien, den Kanaren, Griechenland, der Türkei und Ägypten und auf der Fernstrecke mit den Zielen in der Karibik und in Asien. Insbesondere auf Mallorca, wo Alltours die größte Urlaubsmarke ist, hat der Düsseldorfer Veranstalter sein Hotelangebot und seine Bettenkapazitäten erheblich ausgebaut. So wurden die Hoteleigenmarken der Cook-Veranstalter wie zum Beispiel Sentido, Casa Cook, Cook’s Club und Sun Connect, die bislang von Thomas Cook exklusiv angeboten wurden, ins Programm aufgenommen. Außerdem hat Alltours zusätzliche Hotels der großen Hotelketten wie Iberostar und H10 in das Programm aufgenommen und zudem bestehende Bettenkapazitäten bei den Hotelketten erhöht. Darüber hinaus sicherte sich der Düsseldorfer Reiseveranstalter zusätzliche Zimmerkapazitäten in ehemals mit Thomas Cook überschnittenen Häusern.

Eine gute Nachricht auch für die Hoteliers

„Auf diese Weise muss kein Kunde in seinem Urlaub auf sein gewohntes Hotel verzichten“, so Karsten Fricke, Direktor für Holteleinkauf bei Alltours. Neben den Reise-Kunden ist dies aber auch eine gute Nachricht für die Hoteliers in den Urlaubsländern: Dort droht vielen im Strudel der Thomas Cook-Pleite ebenfalls die Zahlungsunfähigkeit. Durch den Verkauf von Kontigenten an andere Veranstalter haben sie eine Chance, dass es demnächst wieder aufwärts geht.

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