Alpenverein

Zwei Standorte in Dortmund für Kletterzentrum im Visier

Viele geprüfte Standorte sind durchs Raster gefallen. Die unbebaute Fläche nahe dem EDG-Recyclinghof auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Crone ist noch im Gespräch.

Viele geprüfte Standorte sind durchs Raster gefallen. Die unbebaute Fläche nahe dem EDG-Recyclinghof auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Crone ist noch im Gespräch.

Dortmund.  Nachdem der Alpenverein seine Pläne für ein Kletterzentrum im Gasometer fallen ließ, sehen die Stadtplaner zwei andere Flächen als geeignet an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit voraussichtlichen Kosten von mehr als 20 Millionen Euro war der Bogen überspannt: Im Frühsommer musste der Dortmunder Alpenverein seinen Traum von einem Kletter- und Boulderzentrum im früheren Hoesch-Gasometer platzen lassen. Seitdem wird nach einem Alternativ-Standort gesucht, der den Bau einer Kletterhalle ohne große Konflikte zulässt.

Eine Reihe von Grundstücken geprüft

Einfach ist das nicht: Inzwischen haben Stadtplaner und Kletterer eine Reihe von Grundstücken geprüft. Dabei sind die meisten wieder durchs Raster gefallen. Der Standort hinter dem Goethe-Gymnasium an der Stettiner Straße ist ebenso ausgeschieden wie der Vorschlag, die Reste der ehemaligen Gasgebläsehalle auf Phoenix-West um einen Anbau zu ergänzen. "Die Standorte weisen Restriktionen auf, die eine Errichtung der Kletterhalle ausschließen", teilen die Stadtplaner mit. Jürgen Domjahn, Vorsitzender des Dortmunder Alpenvereins, kennt die Probleme. "Teilweise sind es baurechtliche Fragen, teilweise hakt es an der Erschließung oder an Parkplatzkapazitäten", sagt er.

Gespräche über Fläche auf Gelände der früheren Zeche Crone

Dennoch soll die Suche nicht zur unüberwindbaren Hürde werden. Auch, wenn der Alpenverein schon wegen der Kletterhalle in Huckarde sein Projekt unbedingt in den südlichen Stadtteilen realisieren möchte, wie Domjahn sagt: "Am liebsten im Stadtbezirk Hörde". Ob das funktioniert? Rund 3000 Quadratmeter würden benötigt.

Immerhin sind aus dem Reigen der geprüften Standorte zwei geblieben, die das Planungsamt den Kletterern jetzt vorgeschlagen hat: Als "geeignet" bewerten die Stadtplaner eine unbebaute Fläche hinter dem neuen Recyclinghof der EDG auf der früheren Zeche Crone in Wellinghofen/Hacheney. Der zweite Standort liegt im Stadtbezirk Aplerbeck: Dabei geht es um den Sportplatz an der Lissaboner Allee auf der Stadtkrone Ost in Schüren. Das Gelände gehört der Stadt und wird vom Verein PTSV (Post und Telekom SV Dortmund) genutzt.

Bis zum Jahresende soll Standort gefunden sein

Im Detail bewerten möchte Domjahn die Vorschläge noch nicht. Der Standort auf der Stadtkrone Ost sei "denkbar, aber schwierig". In Sachen Zeche Crone im Stadtbezirk Hörde seien erste Gespräche mit dem Eigentümer der fraglichen Parzelle geführt worden. "Dabei ging es durchaus schon um die Frage, ob wir das Grundstück kaufen oder besser in Erbpacht nehmen", sagt Domjahn. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der Alpenverein möchte sein Projekt möglichst vor Olympias 2020 an den Start bringen. Domjahn hat das nicht aus dem Blick verloren. "Spätestens am Jahresende müssen wir einen konkreten Standort gefunden haben."

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben