Ärger an der B1

Zu viel Reizgas - Anwohner verklagen Stadt Dortmund

LKW auf der B1.

LKW auf der B1.

Foto: Archiv: Vahlensieck

Dortmund.  Die Grenzwerte sind überschritten und ein LKW-Fahrverbot hat keine Chance: Wegen chronisch zu hoher Stickoxid-Werte haben Anwohner der B1 am Mittwoch die Stadt Dortmund verklagt.

Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat über ein ganztägiges LKW-Durchfahrtsverbot für die B1 - und wird den Vorschlag der Verwaltung aller Voraussicht nach ablehnen.

Klage eingereicht

Einige B1-Anwohner, die ein zeitlich begrenztes LKW-Durchfahrtsverbot für zumindest vier Jahre gefordert hatten, haben aus der absehbaren Entscheidung bereits Konsequenzen gezogen: Am Mittwoch reichten sie Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein, mit der umgehend Maßnahmen gegen die erhöhten Stickstoffdioxid-Werte an der B1 eingefordert werden. Stickstoffdioxid ist giftig und gilt als Reizgas.
Die Anwohner sehenakuten Handlungsbedarf, weil die deutliche Überschreitung der EU-Grenzwerte eine Gesundheits-Belastung für Anwohner, aber auch Kinder in Kindertagesstätten und Senioren in Wohnheimen entlang der B1 bedeute, argumentiert die B1-Bürgerinitiative.

Mehrheit ist kritisch

Die Mehrheit des Rats sieht nach den Voten aus den Stadtbezirken ein LKW-Durchfahrtsverbot für die B1 kritisch, weil durch die Umleitung des Verkehrs die Außenbezirke stärker belastet würden. Ein von der SPD geforderter Verkehrsmasterplan werde aber Jahre auf sich warten lassen, befürchtet Gerhard Schubert als Sprecher der B1-Initiative.

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