Drohungen

Zentralrat der Muslime fordert Polizeischutz für Moscheen

In den vergangenen Tagen gab es mehrfach Drohungen gegen Moscheen in NRW (Symbolbild).

In den vergangenen Tagen gab es mehrfach Drohungen gegen Moscheen in NRW (Symbolbild).

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Düsseldorf.  Am Mittwoch wurden Moscheen in Unna, Hagen und Essen nach Bombendrohungen evakuiert. Jetzt fordert der Zentralrat der Muslime mehr Schutz.

Nach Bombendrohungen gegen mehrere Moscheen in Nordrhein-Westfalen fordert der Zentralrat der Muslime einen stärkeren Schutz von muslimischen Gebetshäusern. „In NRW gibt es solche Vorfälle fast schon im Wochentakt“, erklärte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag.

„Viele Nazi-Schmierereien an Moscheen oder Übergriffe werden aber gar nicht erst publik“, weil Gemeinden fürchteten, damit Trittbrettfahrer zu ermutigen. Die Vorfälle schürten Angst in den Gemeinden. Nötig seien mehr Schutzmaßnahmen, etwa durch verstärkte Polizeipräsenz vor Ort.

Keine Info über genauen Inhalt der Drohschreiben

Am Mittwoch waren Moscheen in Bielefeld, Unna, Hagen und Essen nach Bombendrohungen evakuiert worden. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler keinen Sprengstoff. Über den genauen Inhalt der Drohschreiben wollte die Polizei keine Auskunft geben.

Wer hinter den anonymen E-Mails gegen die vier Gebetshäuser der Ditib stecke, sei noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Dortmund am Donnerstag. (dpa)

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