"In der Krise gestärkt"

Wilo will noch mehr Wasser pumpen

Foto: Knut Vahlensieck

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Dortmund. „Der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo hat sich im Krisenjahr 2009 erfolgreich behauptet”, berichtete Vorstandssprecher Oliver Hermes heute bei der Jahresbilanz. Das Traditionsunternehmen steckte einen 5-prozentigen Umsatzrückgang weg und schraubte die Liquidität auf ein „Allzeithoch”.

Mit kleinsten Mini-Pumpen, die nur ein Watt leisten, bis zur 3,6-Megawatt-Pumpe in einem indischen Kraftwerk ist das Kerngeschäft von Wilo breit aufgestellt. Gut 6000 Mitarbeiter weltweit - und damit selbst im Krisenjahr leicht mehr als zuvor - sorgten für ein Umsatzvolumen von 926 Millionen Euro. Auf Nachfrage deutete Hermes an, dass die Milliardenschwelle in zwei Jahren vielleicht erstmals geknackt werden könnte.

Die Krise verlief auf den Kontinenten unterschiedlich. Am schlechtesten waren die Geschäfte für Wilo in Osteuropa. Dort wurde ein Minus von 18,4 Prozent erwirtschaftet. „Moderat” sei das Minus in Westeuropa mit 4,6 Prozent Rückgang ausgefallen. Die einzige positive Wirtschaftsleistung sei durch die Wilo-Töchter in Indien und China erbracht worden: plus 15,5 %.

Rendite gestiegen

Nach drei Jahren mit sin-kender Rendite sei im letzten Jahr erstmals wieder eine auf 9,8 Prozent gestiegene Rendite eingefahren worden. Einer Schuldenhöhe von rund 100 Millionen Euro stünden liquide Mittel von 140 Millionen Euro gegenüber, was Spielraum für künftige Investitionen gebe. „Für die Zukunft haben wir uns strategisch viel vorgenommen”, kündigte Hermes an. Die Zugpferde seien Energieeffizienz und Umweltschutz. Neue EU-Verordnungen sähen vor, dass 90 Prozent der am Markt verkauften Pumpen nicht mehr zulässig seien. Erhebliche Anstrengungen möchte das Dortmunder Unternehmen auch aufbringen, um noch stärker in das Geschäft mit Wasser- und Abwasserpumpen einzudringen.

35,3 Millionen Euro oder 3,8 Prozent vom Umsatz steckte Wilo in Forschung und Entwicklung. Dabei musste Technik-Vorstand Dr. Holger Krasmann einräumen, dass die Neuentwicklung „Geniax”, eine Minipumpe statt eines Thermostats am Heizkörper, noch nicht wie erhofft den Markt durchdringen habe.

Keiner der fast 1100 Beschäftigten am Sitz Dortmund habe kurzarbeiten müssen.

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