DJ-Show

Wilder Ritt von David Guetta mit pulsierendem Elektro-Sound in Dortmund

David Guetta bot in der Dortmunder Westfalenhalle eine beeindruckende Show. (Foto: Ralf Rottmann)

David Guetta bot in der Dortmunder Westfalenhalle eine beeindruckende Show. (Foto: Ralf Rottmann)

Dortmund.  David Guetta begeisterte 11.000 Besucher in der Dortmunder Westfalenhalle - auch wenn einige überrascht schienen, dass der DJ nicht nur Radio- sondern auch Club-Sound spielte.

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David Guetta war vor knapp zehn Jahren der erste Popstar der DJ-Szene. Seine Dance-Produktionen waren nicht nur in den Clubs absolute Hits. Durch Kollaborationen mit Stars wie den Black Eyed Peas, Rihanna, Usher und Madonna schaffte es sein Elektro-Sound weltweit in die Playlists der Radio-Stationen.

Jetzt dreht der Franzose auf der DJ-Kanzel in der bis auf den letzten Platz gefüllten Dortmunder Westfalenhalle an den Reglern seines Michpults. Der Vollbart mit ersten grauen Strähnchen verschleiert ein wenig das Alter des mittlerweile 50-jährigen DJ-Veteranen. Zufrieden lächelt der Franzose ins Publikum, wo Jugendliche und Junggebliebene im Takt der pulsierenden Bässe hüpfen. Die Marke „David Guetta“ funktioniert – der Star und seine Musik haben in all den Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

David Guetta führte die Besucher in Dortmund zu seinen Club-Wurzeln

Aktuelle Hits wie „So far away“, was Guetta mit dem derzeit beliebtesten DJ der Welt, Martin Garrix, produziert hat als auch „2U“ mit Justin Bieber werden von den Fans in Dortmund genauso frenetisch gefeiert wie die Klassiker „Love is gone“ und "Just a little more love“, die Guetta für seine „German Arena Tour“ extra neu abgemischt hatte. „Ich möchte zurück zu meinen Wurzeln – zum Club-Sound“, hatte der DJ im Interview mit der Redaktion angekündigt.

Das war nicht ohne Folgen für die rund 11.000 Besucher. Während sich ein Großteil von den pulsierenden Beats und Club-Hits wie "Cola" (Camelphat) und "Stay with me" (Pryda) mitreißen ließ, gab es auch einzelne Besucher, die etwas entsetzt von dem harten Sound zwischen den bekannten Vocals frühzeitig die Arena verließen. David Guetta hat dem Dortmunder Publikum eindrucksvoll bewiesen, dass er mehr ist als die Hit-Maschine aus dem Radio. Er gehört schließlich zu den Superstars der DJ-Szene und ist regelmäßig Headliner auf den beliebtesten Elektro-Festivals der Welt wie Tomorrowland (Boom/Belgien) und dem Ultra Music Festival (Miami/USA).

Licht- und Pyro-Effekte beeindruckten in der Westfalenhalle

Gleichwohl wird über Guettas Fähigkeiten als DJ in der Branche seit Jahren diskutiert. Er mache sich bei seinen Auftritten schonmal mit vorproduzierten Mix-Sets einen schlanken Fuß, mutmaßen einige Szene-Gänger. „Erfolg hat viele Neider“ kontern eingefleischte Guetta-Fans. Dass die Show in Dortmund akribisch vorbereitet war, hat keinen der Besucher gestört. Ganz im Gegenteil: Perfekt auf die Musik abgestimmte Licht- und Pyro-Effekte machten den Abend auch visuell zu einem Erlebnis. "Ich möchte Euch auf eine musikalische Reise mitnehmen", kündigte Guetta an. Was folgte, war teils ein wilder Ritt durch verschiedene Genres elektronischer Musik - gespickt mit bekannten Melodien und Vocals, die er im Laufe seiner Karriere komponiert hat.

Beim größten deutschen Elektro-Festival Parookaville in Weeze zählte er 2017 zu den großen Abräumern. „David Guetta würde gerne wieder kommen“, verriet jüngst Mitorganisator Bernd Dicks. Bisher tauchte sein Name nicht im Line up für Parookaville 2018 auf – allerdings wurde auch erst ein kleiner Teil der gebuchten DJs bekannt gegeben.

Neues Album von David Guetta erscheint 2018

Unumstritten ist, dass es sich bei David Guetta um einen herausragenden Musik-Produzenten handelt, der sich permanent musikalisch am Puls der Zeit bewegt. Was er für die Charts produziert, wird meist zu „Gold“ – weltweit hat er mehr als 70 Millionen Tonträger verkauft und zahlreiche Preise einschließlich mehrerer Grammys gewonnen. Gleichzeitig komponiert er regelmäßig Club-Hits, die er in seine DJ-Sets einbaut. Noch in diesem Jahr will der Franzose ein neues Album veröffentlichen - der Auftritt des 50-Jährigen in der Dortmunder Westfalenhalle machte Appetit auf mehr.

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