Coronavirus

Wegen Coronavirus: Dortmunds Polizeipräsident ermahnt Bürger

Nicht alle Dortmunder halten sich bisher an die Schutzvorschriften wegen des Coronavirus, beispielsweise am Phoenix-See. Hier kontrollierte am Mittwochnachmittag das Ordnungsamt.

Nicht alle Dortmunder halten sich bisher an die Schutzvorschriften wegen des Coronavirus, beispielsweise am Phoenix-See. Hier kontrollierte am Mittwochnachmittag das Ordnungsamt.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Dortmund.  Weil sich noch immer nicht alle Dortmunder an die Schutzvorschriften halten, warnt jetzt der Polizeipräsident vor Haft- und Geldstrafen.

Trotz Veranstaltungsverboten und Maßgaben zur Kontaktreduktion um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gibt es immer noch Menschen, die scheinbar nicht bereit sind, ihre persönlichen Kontakte einzuschränken. Das veranlasst nun die Polizei Dortmund eine Stellungnahme zu veröffentlichen.

Darin heißt es, dass unter den Dortmunder Bürgern zwar einerseits „ein hohes Maß an Verantwortung und Solidarität“ zu beobachten sei. Vielfach komme es aber auch „zu engen Kontakten in der Gastronomie und auf öffentlichen Wegen und Plätzen“ – so etwa am Phoenix-See oder am Ostwall in der Innenstadt, wo sich am Dienstagabend „eine Tuner-Szene“ gebildet habe. In anderen deutschen Städten seien darüber hinaus bereits „in rücksichtsloser Art und Weise „Corona-Partys“ gefeiert“, allerdings auch von der Polizei aufgelöst worden.

Polizeipräsident: „Die Lage ist ernst“

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange mahnt deshalb: „Unabhängig von Gesetzen und Erlassen appelliere ich an die Vernunft der Menschen, die meinen, ihr Verhalten nicht ändern zu müssen. Die Lage ist ernst. Ich bitte Sie eindringlich, alles zu unterlassen, was die Ausbreitung des Coronavirus begünstigt.“ Schließlich könne das Missachten der Verhaltensregeln des Robert-Koch-Instituts für chronisch kranke Menschen und für Senioren lebensgefährliche Folgen nach sich ziehen.

„Das Virus kennt keinen Spaß. Es unterscheidet nicht zwischen kranken und gesunden oder jungen und alten Menschen. Mit solchen Corona-Partys oder wie auch immer begründeten größeren Ansammlungen von Menschen sind nicht mehr kontrollierbare Risiken verbunden. Wer diese Veranstaltungen organisiert oder besucht, erhöht das Infektionsrisiko für sich und Unbeteiligte dramatisch und handelt völlig verantwortungslos und unsolidarisch“, wird der Polizeipräsident weiter zitiert.

Polizei will gegen Missachtung der Vorschriften vorgehen

Die Polizei werde deshalb „mit sofortiger Wirkung konsequent gegen die Missachtung der Schutzvorschriften vorgehen“ heißt es in der Stellungnahme weiter. Zunächst wollen die Beamten „in Gesprächen mit ausreichend Abstand darum bitten, dass sich eine Personengruppe auflöst“, wer darauf nicht reagiere, müsse mit einem Platzverweis rechnen.

Außerdem weist das Polizeipräsidium Dortmund darauf hin, „dass Verstöße gegen die von der Stadt Dortmund ausgesprochenen Vorschriften als und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eine Straftat darstellen können.“ Geld- und sogar Haftstrafen seien möglich.

Der Polizeipräsident räumt zwar ein, dass es auch die geselligen Kontakte und die Mentalität der Menschen sei, die Dortmund zu einer „lebenswerten und weltoffenen Stadt“ machten, jedoch müssten die Bürger jetzt genau das Gegenteil davon tun: „Statt Nähe zu zeigen, müssen sie zur Vermeidung von Infektionen auf Abstand gehen - und zugleich das beweisen, was sie schon immer auszeichnet: Solidarität.“ die Polizei vertraue darauf, dass die Dortmunder Verantwortung zeigen, bis Entwarnung gegeben werde: „Wir müssen da jetzt durch. Es gibt keine Alternativen. Bitte halten Sie sich an die Regeln.“ (red)

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