Kino

Vom Marathon am Mount Everest auf die Berlinale

Zieleinlauf beim Everest-Marathon 2011.

Zieleinlauf beim Everest-Marathon 2011.

Foto: WR

Dortmund/Herdecke.  Dem Extremsportler Michele Ufer ist kein Weg zu weit, wenn es um irre Lauf-Events am Ende der Welt geht. Jetzt zieht es den Herdecker mit Dortmunder Wurzeln nach Berlin. Allerdings zieht er dort nicht in den sportlichen Wettkampf. Sein Film über den Everest-Marathon soll auf der Berlinale starten.

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Michele Ufer, Extremsportler und Sportpsychologe, hat läuferisch bereits einige der unwirtlichsten Gegenden der Erde erobert. Ob bei der Atacama Crossing, dem Run Fire Cappadocia oder beim Marathon am Mount Everest — Ufer geht gerne an seine Grenzen und meistert die sportlichen Herausforderungen meist mit Bravour. Doch jetzt wartet auf den Herdecker mit Dortmunder Wurzeln eine völlig neue Herausforderung: Gemeinsam mit seinem Partner Tobias Meinken will Ufer bei der Berlinale (6. bis 16. Februar) starten und seine Dokumentation über den Marathon am Dach der Welt ins Rennen schicken.

Dreimal ist Michele Ufer beim Marathon am Mount Everest gestartet, in diesem Jahr sogar über die Ultra-Distanz von 60 Kilometern. Seine Lauf-Abenteuer am Dach der Welt hat Ufer gemeinsam mit dem Kameramann Tobias Meinken auf Film festgehalten (zum Trailer...) und aus vielen Hundert Stunden Material einen 30-minütigen Dokumentarfilm gemacht.

Eine erste Probevorführung löste Begeisterung aus. Allerdings unter Gleichgesinnten bei der von Ufer in Dortmund organisierten Lauf-Veranstaltung "Traildorado". Der Kino-Novize ist denn auch stolz auf sein Werk: "Der Film ist uns wirklich gelungen", so Ufer selbstbewusst. In der Tat gewährt die Dokumentation interessante Einblicke in die Motivation von Menschen, die sich die verrückt klingende Idee in den Kopf setzen, am Fuße des höchsten Berges der Erde zu laufen.

Marathon am Mount Everest ist mehr als nur ein Lauf

Denn der Marathon am Everest — das zeigt der Film eindrucksvoll — ist mehr als nur ein Lauf. Allein die Anreise verlangt den Teilnehmern Strapazen ab, die sonst kein Läufer auf sich nehmen würde. Und im Basislager angelangt, müssen sich die Teilnehmer erst noch an Höhe und Kälte akklimatisieren, um überhaupt fit für den Start zu werden.

Mit jeder der rund 30 Filmminuten steigt die Lust, selbst zum Dach der Erde zu düsen. Wenn nicht zum Laufen, dann zumindest wegen des herrlichen Panoramas. Ufer sieht den Film auch als Appetitanreger und hofft, dass das Publikum auch bei der Berlinale auf den Geschmack kommt. In der Rubrik "Kurzfilme" soll die Dokumentation erste Meriten sammeln, bevor die Filmemacher den Streifen auf Festivals rund um den Globus präsentieren wollen.

Doch am Anfang muss die Berlinale stehen, da dort nur Filme zugelassen werden, die auf dem Hauptstadt-Festival Premiere haben. Darum ist der Film seit dem Probe-Screening beim Traildorado auch unter Verschluss.

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