Uraufführung

Virtueller Wahnsinn im KJT

Virtueller Wahnsinn - Mein Leben im Internet Foto: Birgit Hupfeld

Virtueller Wahnsinn - Mein Leben im Internet Foto: Birgit Hupfeld

Foto: Birgit Hupfeld

Dortmund.   Leben in virtuellen Welten – für viele Jugendliche gehört das zum Alltag. Mit 16 von ihnen hat Regisseur David Beyer für das Kinder- und Jugendtheater ein Stück entwickelt: „Virtueller Wahnsinn – Mein Leben im Internet“ feiert ausverkaufte Uraufführung.

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Leben in virtuellen Welten – für viele Jugendliche gehört das zum Alltag. Mit 16 von ihnen hat Regisseur David Beyer für das Kinder- und Jugendtheater ein Stück entwickelt: „Virtueller Wahnsinn – Mein Leben im Internet“ feiert am Freitag, 13. Januar, ausverkaufte Uraufführung.

„Du bist so praesent, als staendest du neben mir. Deine Worte durchfluten meinen Kopf und lassen mich wirr denken. Ich vermisse dich so sehr, dass jedes Wort auf dem Bildschirm seine Bedeutung verzehnfacht“, schreibt Fatima Talalini. Gedanken wie diese sind es, die die 16- bis 20-Jährigen über Monate mit Regiedebütant David Beyer und Theaterpädagogin Christine Köck gesammelt haben. Anfangs haben sie weit von sich gewiesen, viel Zeit im Internet zu verbringen. Bis sie durch die intensive Beschäftigung während der Stückentwicklung feststellten: So wenig ist es doch nicht – gehört doch allein die Verabredung über Facebook für einige von ihnen zur schnellstmöglichen Kommunikation.

Verschiedene Blickwinkel

„Verschiedene Blickwinkel“ soll der Abend zeigen, in einer Aneinanderreihung von Szenen und Texten, die Jugendlichen entwickelt haben, so KJT-Leiter Andreas Gruhn. Die Stückentwicklung wird kritisch, aber nicht mit einer endgültigen Haltung mit dem Thema der virtuellen Welten umgehen – und auch Phänomene wie Stalking oder die ProAna-Internetseiten aufgreifen, die verherrlichend mit der Krankheit Anorexie umgehen.

Besonders deutlich seien drei Themen in der Auseinandersetzung mit den Jugendlichen hervorgetreten: „Einsamkeit, Sehnsucht und die Suche nach Individualität“, sagt Andreas Gruhn. Letztlich gehe es um eine Form der Selbstbefragung: „Wie bewege ich mich im Internet – und was suche ich?“ Gruhn hebt insbesondere die Entwicklung der Jugendlichen hervor: „Sie haben etwas in sich entdeckt, von dem sie vielleicht nicht wussten, dass es existiert.“

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