Angestellte wurde mit Schreckschuss-Waffe bedroht

Viereinhalb Jahre Haft sühnen Kiosk-Überfall

Foto: WR/Franz Luthe

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Viereinhalb Jahre Haftstrafe verhängte die 35. Große Strafkammer des Landgerichtes gestern für den 49-jährigen Drogenabhängigen, der am 12. Januar einen Kiosk im Kreuzviertel überfallen hatte.

Eine Zeit, die der Mann nicht ausschließlich im Gefängnis absitzen muss, sondern sinnvoll zu einer Therapie nutzen kann: Die Kammer ordnete zudem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Dies hatte auch Verteidiger Rechtsanwalt Ralf Bleicher angeregt: „Es bestehen durchaus Erfolgsaussichten, das wäre für meinen Mandanten eine echte Chance.”

Verminderte Schuldfähigkeit

In seinem Urteil ging das Gericht von einer verminderten Schuldfähigkeit des 49-Jährigen aus und schloss sich damit dem psychiatrischen Gutachten der Sachverständigen Dr. Marianne Miller an. Staatsanwältin Stefanie Ogermann - sie hatte zuvor fünf Jahre Haftstrafe gefordert - hatte indes in ihrem Plädoyer mit Blick auf den Angeklagten erklärt: „Keine der Zeugen sprachen hier von Anzeichen, dass Sie irgendwie von der Rolle waren.”

Der Angeklagte hatte den Überfall, bei dem er die 21-jährige Aushilfe mit einer Schreckschusspistole bedroht hatte, von Anfang an gestanden. Seine Beute: mehr als 300 Euro. Allerdings habe er die Tat nicht geplant. „Ich wollte im Westfalenpark spazierengehen, bin aus Versehen an der Saarlandstraße eine Station zu früh aus der U-Bahn ausgestiegen.” Dabei sei sein Blick auf den Kiosk am Neuen Graben gefallen. In der U-Bahn wurde er später auch festgenommen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben