Uraufführung von Forsythe bei der Ballettgala

Lucia Lacarra und Marlon Dino in „Die Kameliendame“. Foto: Charles Tandy

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Dortmund. Mit einer kleinen Sensation lockt die 2. Internationale Ballettgala der Saison Ende Oktober unter Ballettdirektor Xin Peng Wang: In dem Reigen der 16 Choreographien feiert ein Werk des berühmten William Forsythe Uraufführung.

„Das ist schon eine sehr seltene Ehre“, sagt Ballettmanager Tobias Ehinger – die Dortmund der Verbindung zu Forsythes Assistenten Noah Gelber zu verdanken habe. Der wird das im Frühjahr in Dresden erarbeitete Stück „New Sleep“ mit Musik von Thom Willems mit Katja Markowskaja weltweit erstmals bei der Ballettgala tanzen.

Ohnehin werde Dortmund langsam „zum Dreh- und Angelpunkt der Szene“, freut sich Ehinger. „Immer mehr Ballettmeister und Choreographen kommen her und wollen etwas mit uns erarbeiten.“ Die Vernetzung in der internationalen, aber kleinen Tanzszene ist auch an dem Programm ablesbar: Eine „Ausnahme-Tänzerin von Weltrang“ sei etwa Lucia Lacarra, die mit Marlon Dino vom Bayerischen Staatsballett Auszüge aus der Kameliendame nach John Neumeier zeigen wird. Stargäste sind auch Ashley Boulder und Joaquin de Luz vom New York City Ballet, die mit „Le Corsaire“ klassische Technik zeigen.

Außergewöhnlich sind Otto und Jiri Bubenicek, eineiige Zwillinge und hervorragende Tänzer, denen John Neumeier einige Choreographien auf den Leib geschrieben hat. Von der absoluten Synchronität lebt auch „Les Indomptés“ von Claude Brumachon, das die beiden nun bei einem ihrer selten gewordenen gemeinsamen Auftritte zeigen. Sie arbeiten jetzt getrennt am Hamburg Ballett bzw. dem Ballett der Semperoper Dresden.

Dass die hiesigen Tänzer gleichrangig mit den Stargästen sind, beweist die Uraufführung von Max Richters „Heute ist das Gestern von Morgen“ mit Howard Lopez Quintero aus Dortmund und Natalia Matsak vom Ukrainischen Nationalballett Kiev. Ballettdirektor Wang bietet außerdem eine Vorschau auf „Schwanensee“ und „Fantasia“.

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