Satire

Twitter-Account nimmt OB Ullrich Sierau auf den Arm

Das Twitter-Profil des Satire-Accounts über Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Das Twitter-Profil des Satire-Accounts über Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Foto: Screenshot: Daniel Müller

Dortmund.  Dortmunds OB Sierau ist nun bei Twitter zu erreichen. Allerdings handelt es sich beim dem Profil um einen Satireaccount. Twitter hat schon reagiert.

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Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist seit Dienstag beim Kurznachrichtendienst Twitter zu erreichen. Allerdings handelt es sich beim dem Profil um einen Satireaccount. Die Stadt Dortmund hatte sofort reagiert und Beschwerde eingereicht - mit Erfolg.

Um 14.21 Uhr ging am Dienstagnachmittag der erste Tweet von @UllrichSierau in die Welt. Ist es wirklich Dortmunds OB der da twittert? Das Profil-Foto und Stadt-Logo lassen darauf schließen. Doch ein kleiner Blick in das Profil genügte, um festzustellen, dass es sich hier um ein Satireaccount handelt. Wer den Account betreibt, ist bislang unklar. Auf Nachfrage wollte sich der Inhaber nicht äußern.

Am Dienstagnachmittag hatte der Twitter-Account @UllrichSierau noch keine große Reichweite (5 Tweets, 13 Follower, Stand 15.47 Uhr). Im Dortmunder Rathaus konnte man über die Satire jedoch nicht lachen: "Wir haben bereits Beschwerde bei Twitter eingereicht und den Account gemeldet", erklärte Stadtsprecher Frank Bußmann auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Account verletze die Persönlichkeitsrechte des OB und die Markenrechte der Stadt Dortmund.

Man gehe davon aus, dass der Account von Twitter gesperrt werde, erklärte Bußmann am Dienstag. Der "echte" Ullrich Sierau wollte nicht zum Satireaccount äußern.

Twitter sperrt Satire-Account

Am Mittwoch hat Twitter reagiert und den falschen Sierau-Account gesperrt - die Beschwerde der Stadt Dortmund hatte offenbar Erfolg. Allerdings haben die oder der Betreiber des Satire-Accounts ebenfalls gehandelt und ein neues Nutzerkonto eingerichtet: Seit Mittwochmorgen wird unter @nichtUlliSierau getwittert.

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