Revision in höchster Instanz

Weihnachtsmord von Hörde: BGH bestätigt lebenslange Haftstrafe

In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.

In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.

Foto: Oliver Schaper

Dortmund.  Fast drei Jahre nach dem sogenannten Weihnachtsmord an dem 41-jährigen Dirk W. aus Hörde hat der Bundesgerichtshof die lebenslange Haftstrafe für den verurteilten Asylbewerber bestätigt. In einem kleinen Teilaspekt hatte die Revision des Angeklagten aber Erfolg.

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Das Landgericht hatte den Asylbewerber im Sommer 2016 wegen Mordes und Unterschlagung verurteilt. Der Nordafrikaner, von dem niemand weiß, wie alt er wirklich ist, hatte aus der Wohnung seines Opfers zwei Jacken mitgenommen, ehe er floh. Eine Verurteilung wegen Unterschlagung müsse jedoch entfallen, so der Bundesgerichtshof. Auf die Gesamtstrafe habe dieser Umstand jedoch keinen Einfluss.

Der Mord an Dirk W. hatte die ganze Stadt erschüttert. Der 41-Jährige hatte den Asylbewerber am Heiligabend 2014 offenbar in der Innenstadt kennengelernt und in der Nacht mit nach Hause an den Clarenberg genommen. Am Morgen des ersten Weihnachtstages machten sich die Eltern von Dirk W. schließlich Sorgen und schauten nach ihrem Sohn. Dabei fanden sie ihn tot auf. Der 41-Jährige war erdrosselt worden.

Die Polizei hatte den Asylbewerber einige Wochen später nach einem erfolgreichen DNA-Abgleich festgenommen. Im Prozess hatte der junge Mann zunächst keine Angaben gemacht und später einen mysteriösen dritten Mann ins Spiel gebracht, der sich ebenfalls am Heiligabend in der Wohnung aufgehalten haben sollte. Die Fahndung nach dem Unbekannten verlief jedoch im Sand.

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