Zehn-Millionen-Euro-Projekt

Weg für Johanniter-Quartier ist frei

So soll die Einrichtung von außen aussehen.

Foto: Johanniter

So soll die Einrichtung von außen aussehen. Foto: Johanniter

Kirchhörde.  Es kommt Bewegung ins geplante Johanniter-Quartier an der Kobbendelle in Kirchhörde. Auf 2840 Quadratmetern Gebäudefläche sollen eine Tagespflege mit 18 Plätzen, 22 Appartements, 7 Wohnungen und eine vierzügige Kita entstehen. Schon in wenigen Wochen könnten die Bagger rollen.

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Tagespflege, Altenwohnungen und eine Kita - die Johanniter haben Großes vor an der Kobbendelle. Und nun kommt Bewegung in das Großprojekt. Zunächst wurde die Bauvorlage von der Bezirksvertretung Hombruch abgesegnet. In der vergangenen Woche standen noch Gespräche mit dem Bauordnungsamt an.

Die letzte Frage, die noch zu klären war: Die Verkehrs- und Parksituation an der Kobbendelle und der Hagener Straße. 16 Parkplätze sollen auf dem Gelände entstehen. Sorgen macht vor allem der Hol- und Bringverkehr der Kita. "Bei 80 Plätzen kann man mit rund 60 Autos rechnen", sagt Wolfgang Baumbach vom Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe. "Die verteilen sich morgens aber auf eine Zeitspanne von zweieinhalb Stunden." Die Verwaltung möchte keinen stehenden Verkehr auf der Hagener Straße. Deshalb soll daneben auf dem Grundstück eine Hol- und Bringzone eingerichtet werden.

Nach dem Gespräch mit Vertretern der Verwaltung ist Baumbach optimistisch: "Ich denke, wir haben den Knoten durchgeschlagen." Er rechnet fest mit einer vorläufigen Baugenehmigung. Damit könnten schon in vier Wochen die ersten Erdarbeiten beginnen. Und die geben einen Eindruck von der Größe des Projekts. 3700 Kubikmeter Erde müssen bewegt werden. Auf 2840 Quadratmetern Gebäudefläche sollen hier eine Tagespflege mit 18 Plätzen, 22 Appartements, 7 Wohnungen und eine vierzügige Kita entstehen.

Zehn Millionen Euro

Rund zehn Millionen Euro investiert das Johanniter-Sozialwerk. Baumbach ist froh, dass es endlich losgeht mit seinem "Kind", wie er das Projekt nennt. Er hat es von Anfang an begleitet und vorangetrieben. "Der Architekt Ralf-Peter Winkelmann hat uns auf dieses Grundstück hingewiesen." Schnell sei man sich einig gewesen, es zu projektieren, der Standort sei ideal. Schließlich gibt es in unmittelbarer Nähe Geschäfte und ein Ärztehaus - für Senioren ein wichtiger Faktor. Und für die Kita bietet sich die Kooperation mit der benachbarten Grundschule an.

Die Kombination von Kita und Altenzentrum hält Baumbach für eine sehr gute Ergänzung. "Es ist mein Traum, Jung und Alt sichtbar zusammenzubringen", erklärt er. In Lünen habe man bereits gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht. Zwar muss ein Zaun beide Einrichtungen voneinander trennen. "Aber da kommt ein Törchen rein", verspricht Baumbach.

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