Baustelle am Hafenbecken

Umbau der Tull-Villa am Phoenix-See verzögert sich

Die Baustelle an der Tull-Villa zeigt sich seit Wochen in unverändertem Zustand. Der neue Zeitplan des Bauherrn sieht den Abschluss der Arbeiten nun für das Frühjahr 2018 statt für Herbst 2017 vor.

Die Baustelle an der Tull-Villa zeigt sich seit Wochen in unverändertem Zustand. Der neue Zeitplan des Bauherrn sieht den Abschluss der Arbeiten nun für das Frühjahr 2018 statt für Herbst 2017 vor.

Foto: Felix Guth

Hörde.  Der äußerliche Stillstand an der Tull-Villa am Phoenix-See gibt vielen Hördern zu denken. Nun steht fest: Die Musik-Akademie "Internationales Konservatorium am Phoenix-See" und die Gastronomie im Anbau ziehen später ein als geplant.

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Erst im Frühjahr 2018 wird der Umbau der ehemaligen Direktoren-Villa fertig sein und dann zur Hälfte von der privaten Musikschule und zur Hälfte von der Gastronomie-Kette "Caf Bar Celona" genutzt werden. Noch im Mai dieses Jahres hatte Wilhelm Jonen, Verwaltungsleiter beim Internationalen Konservatorium am Phoenix-See, einen anderen Zeitplan gezeichnet, in dem das Caf im September eröffnen sollte.

Das "Caf Bar Celona" selbst hatte auf seiner Facebook-Präsenz zur Phoenix-See-Filiale im Frühjahr die Baustelle noch euphorisch begleitet. Und sich nun gegen eine schnelle Eröffnung entschieden.

"Technische Gründe", nennt Wilhelm Jonen jetzt als Grund für die Verschiebung. Der Rohbau sei fertig, alle Fenster installiert. Der nächste Schritt sei nun der Innenausbau durch die Gastronomen, die hinter der "Bar Celona"-Kette stehen. Diese hätten auch von der Eröffnung im September abgesehen, weil es parallel noch drei weitere Eröffnungen in Deutschland gebe. Bereits mehrmals hatte das Internationale Konservatorium Eröffnungstermine verschoben, unter anderem wegen teilweise instabiler Bausubstanz und sumpfigem Untergrund.

Bar Celona wollte weitere Bewerbungen verhindern

Dass es länger dauert, sei aus Sicht der Musikschule kein Problem, weil ausreichend Räume in der Vorburg der Hörder Burg zur Verfügung stehen. Hier erweitert sich der Platz sogar noch, wenn im Herbst der Knabenchor der Chorakademie endgültig in den Harskortshof am Rande von Hombruch umzieht. "Wenn man überlegt, dass das Gebäude seit 140 Jahren steht, sollte man bei ein paar Monaten Verzug nicht unruhig werden", sagt Wilhelm Jonen.

Allerdings: Viele Hörder, die an der Baustelle vorbeilaufen, werden unruhig. Vor allem, als sich nach der Ankündigung im Mai nichts mehr tat. Dann verschwand auch noch das Bauschild. Laut Wilhelm Jonen, weil die Caf-Kette bereits alle Mitarbeiter für die neue Filiale gefunden hat und weitere Bewerbungen verhindern wollte.

Kritik an der Gestaltung der Tull-Villa

Regelmäßig erreichten diese Redaktion in den vergangenen Monaten Zuschriften, in denen Hörder die Gestaltung des Gebäudes kritisieren, das eines der letzten am See mit einer langen Geschichte ist. Ein Auszug einer Kritik: "Eigentümer und Architekt ist es gelungen, das alte Gebäude durch eine Modernisierung und einen Anbau so zu verändern (oder zu verschandeln?), dass der Charme der Villa nicht mehr in Erscheinung tritt."

Andere Kommentatoren finden, der bisherigen Umbau sehe "rein optisch nicht nach einer Erfolgsgeschichte aus".
Wilhelm Jonen sagt, dass die Sanierung der historischen Fassade erst nach Abschluss aller Innenarbeiten erfolge.

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