Bürger beschweren sich

Stadtpark in Hörde versinkt im Schmutz

Eine Zigarettenkippe zwischen den Bänken: Noch eines der harmlosen Bilder im Stadtpark zwischen Stiftskirche und Hörder Bahnhofstraße.

Foto: Felix Guth

Eine Zigarettenkippe zwischen den Bänken: Noch eines der harmlosen Bilder im Stadtpark zwischen Stiftskirche und Hörder Bahnhofstraße.

Hörde.  Es könnte so schön sein: Der Stadtpark, die Grünfläche zwischen Stiftskirche und Hörder Bahnhofstraße, ist ein kleiner Rückzugsort mitten in der Stadt, mit Spielplatz und Bänken. Doch dort ist es nicht schön, sondern schmutzig.

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Das sagen diejenigen, die regelmäßig mit dem Park zu tun haben. So wie Manfred Becker: Er ist seit sieben Jahren Küster in der katholischen Gemeinde St. Clara. Auf 450-Euro-Basis kümmert er sich um viele Abläufe in der Kirche und auch in ihrem Umfeld.

"Es hat sich in den letzten Jahren negativ entwickelt", sagt der 65-Jährige. Er sagt das aus der Erfahrung heraus, die er nahezu wöchentlich macht. Wenn er Glasscherben, Zigarettenkippen und Reste von Drogenkonsum vom Spielplatz räumt, von Wildpinklern unfreundliche Kommentare zu hören bekommt.

"Sie sitzen hier und saufen"

Wenn die Polizei mal wieder vor Ort ist, weil sich auf dem Spielplatz Menschen zu Dingen treffen, die auf einem Spielplatz nicht erlaubt sind. "Sie sitzen hier und saufen", sagt Manfred Becker und beschreibt damit ein Bild, das in Hörde schon seit Jahrzehnten zu sehen ist.

Die Dortmunder Polizei hat den Ort im Blick, er sei aber nicht besonders auffällig. Sprecher Gunnar Wortmann berichtet von vereinzelten Einsätzen, darunter auch solche gegen Drogendealer, die sich hier treffen. "Aber diese Stelle ist polizeilich nicht im Fokus." Dennoch stellt sich die Frage: Wie kann die Situation verbessert werden? Die Gemeinde und auch direkte Anwohner sind genervt, weil immer wieder dieselben Probleme auftauchen.

Mögliche Lösungen

Teile des Kirchengeländes abzuzäunen ist nicht möglich, weil es hier Miet-Parkplätze gibt. An der Kirche sind seit einigen Monaten Bewegungsmelder angebracht, die zumindest verhindern, dass sich Menschen an der 150 Jahre alten Kirchenmauer erleichtern. "Dass es in Hörde keine öffentliche Toilettenanlage gibt, ist ein Problem", sagt Manfred Becker.

Auf dem Spielplatz hat die Stadt Dortmund kürzlich teilweise den Sand ausgewechselt. Polizeisprecher Gunnar Wortmann teilt mit, dass die Beamten vor Ort wegen der aktuellen Beschwerdelage zukünftig den Stadtpark genauer in den Blick nehmen.

Der Spielplatz im Stadtpark hat schon seit mehreren Jahren keinen guten Ruf und war immer wieder Treffpunkt der Alkoholikerszene in Hörde.


2009 wurde der Spielplatz umfassend saniert. Zuvor mussten Bergschäden aufwendig beseitigt werden.


Seinen Ursprung hat der Park im 19. Jahrhundert, als er als Friedhof angelegt wurde.

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