Dortmunder Kabarettist

Mit Bruno Knust hinter den Kulissen des Theaters Olpketal

Solokünstler Bruno Knust ist bereit für seinen großen Auftritt. Kurz bevor er ins Rampenlicht tritt, wirft er einen letzten Blick auf seine Texte. Dann geht es raus auf die Bühne.

Foto: Meyer

Solokünstler Bruno Knust ist bereit für seinen großen Auftritt. Kurz bevor er ins Rampenlicht tritt, wirft er einen letzten Blick auf seine Texte. Dann geht es raus auf die Bühne. Foto: Meyer

Lücklemberg.  Bruno Knust ist eine Institution der Dortmunder Comedy-Szene. Mehrmals die Woche steht er als Günna auf der kleinen Bühne im Theater Olpketal. Wir haben den Solokünstler bei den Vorbereitungen zu seiner Show Günna Royal besucht.

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Es ist Viertel nach Sieben am Abend. Eine Viertelstunde vor Showbeginn. Bruno Knust sitzt im nietenbesetzten Sakko vor dem Spiegel in seiner Garderobe. Ein kleiner Raum direkt hinter der Bühne des Theaters Olpketal, der in schummriges Licht getaucht ist.

Betritt man die Garderobe, fällt der erste Blick auf die Kostüme. Alle sind ordentlich aufgereiht auf einer Kleiderstange. Überhaupt ist die Garderobe penibel aufgeräumt. Nach links erstreckt sich der kleine Raum. Über der Ablage hängen Spiegel mit hellen Lampen. Davor stehen einige gepolsterte Stühle. Bruno Knust nimmt auf dem ersten Platz. Das macht er immer, wenn er in das Theater kommt.

Knusts Spezialität: Vorfreude steigern

Sein Blick wandert durch den kleinen Raum. Die grüne Kiste mit den Utensilien ist da, Sakko und Krone hängen auf dem Kleiderständer. Alles ist vorbereitet. "Bei einer der letzten Vorstellungen lagen die Puppen nicht wie besprochen an der Bühne. Die haben einfach gefehlt", sagt der 63-Jährige. Doch Bruno Knust ist Improvisateur. "Ich ging fluchend und zeternd hinter die Bühne und machte eine Show draus." Die Zuschauer amüsierten sich.

Um 19.30 Uhr beginnt im Theater Olpketal die Show. Manchmal betritt der Künstler aber auch erst einige Minuten später die Bühne - und steigert so die Vorfreude der Zuschauer. Mehrmals die Woche versüßt Bruno Knust Zuschauern den Abend. Mit seinem Programm Günna Royal nimmt er die Zeitgenossen des Alltags wie die Smartphone-Junkies auf die Schüppe und löst beim Publikum Gelächter aus.

Einlass für die Besucher ist eine halbe Stunde vor Beginn. Bei gemütlicher Atmosphäre genehmigen sich die Besucher an der Bar im Foyer das ein oder andere Pils. Zu diesem Zeitpunkt sitzt Bruno Knust oftmals noch seelenruhig zu Hause oder geht mit seiner Hündin Charlie spazieren. "Dann bekomme ich den Kopf frei", sagt er.

Währenddessen laufen im Theater die Vorbereitungen auf Hochtouren. Fabio Knust, der Sohn des Hauptdarstellers und Technischer Leiter, sitzt oberhalb der Köpfe der Zuschauer am Licht- und Tonpult. Er testet die Scheinwerfer, startet das Einspiellied und zündet die Nebelmaschinen.

Vor der Show ein Späßken mit den Gästen

Unterdessen geht Bruno Knust los zum Theater. Gerade mal eine Viertelstunde vor Beginn betritt der Künstler den hell erleuchteten Theatereingang. Manchmal wird mit dem ein oder anderen Zuschauer vor der Tür ein Späßken gemacht. In der Garderobe studiert er die Gästeliste. Besondere Gäste werden extra begrüßt.

Bruno Knust nimmt seinen Computer zur Hand, arbeitet ein wenig, schreibt unfertige Texte zu Ende, trinkt einen Schluck Kaffee. Dann schlüpft der Unterhaltungskünstler in Hemd und Jeans, setzt die goldene Krone auf und wirft sich das Nieten besetzte Sakko über. Bruno Knust schminkt sich für seinen Auftritt nicht. Ein bisschen Gel für die Haare darf aber nicht fehlen. Kurz vor dem Auftritt verspürt er kein Lampenfieber - im Gegenteil. "Ich bin dann ganz ruhig wie in einem Dämmerzustand. Aber sobald ich die Bühne betrete, bin ich voll da. Das ist immer so bei mir."

Der Saal mit den 190 Sitzplätzen ist längst gefüllt. Dicht gedrängt sitzen die Zuschauer nebeneinander und blicken gespannt auf die Bühnenkulisse. Das Einspiel-Lied "King of the Pott" ertönt. Dann schießen die Nebelmaschinen Rauch in die Luft. Die Lichter gehen aus und Günna alias Bruno Knust betritt die Bühne.

Das sind die Spielzeiten für Günna Royal im Theater Olpketal
Seit November vergangenen Jahres wird das Programm "Günna Royal" gespielt.
Nächster Spieltag ist am 19. Oktober (Donnerstag) um 19.30 Uhr
Karten gibt es auf www.theater-olpketal.de


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