Umbau

Lifestyle Store – Dustmann plant Luxus-Kaufhaus in Hombruch

Foto: Grafik: Engel & Haehnel

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Hombruch.  Im April schloss das Kaufhaus Dustmann in Hombruch für den Umbau. In einem Jahr soll es weitergehen – mit einem völlig neuen Konzept.

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Das Kaufhaus Dustmann ist Geschichte. Der Verkauf an der Harkortstraße in Hombruch soll nach dem Komplettumbau im Herbst 2018 wieder aufgenommen werden - ja, das schon. Aber ein Kaufhaus wird dort nicht mehr stehen. Sondern ein "Lifestyle-Store". "Denn das, was man mit einem Kaufhaus verbindet, wird dem, was Dustmann bieten wird, nicht gerecht", sagt Heinz-Herbert Dustmann, Geschäftsführer von Dustmann und vom Ladenbauunternehmen Dula, im Ehrenamt zudem Präsident der Industrie- und Handelskammer Dortmund.

Kaufhaus, so lässt sich das verstehen, klingt piefig, nach Betonbau aus den 70ern, innen drin ein Gemischtwaren-Sortiment für jedermann. Im künftigen "Lifestyle-Store", führt der Chef aus, finde sich "ein breit aufgestelltes und gleichzeitig tiefes Produktsortiment, das zu einem modernen, trend- und selbstbewussten Lebensstil passt". Das klingt viel- und nichtssagend.

Marken wie Gucci und Prada machen die Runde

Die Geschäftsleiter, Dustmanns Sohn Christian und Savas Ragop, kündigen eine größere, "hochwertigere" Parfümerie an, "hochwertige" Schreibartikel, mehr junge Mode, einen neuen Bereich für Kinder. Und: "noch hochwertigere (Premium-)Marken". Dortmund ist nicht Düsseldorf, hier sind viele Premium-Marken nicht vertreten.

Das wollen die Dustmann-Chefs offenbar ändern. Marken wie Gucci und Prada machen die Runde, unweigerlich denkt man auch an Apple. Seit Jahren baut Dula ja im Münsterland Möbel für Apple, auf denen in den Filialen des US-Konzerns dessen Handys und Tablets blinken.

"Apple-Ausstatter" Dustmann hat gute Kontakte

Heinz-Herbert Dustmann hat als "Apple-Ausstatter", so porträtierte ihn im Sommer das Handelsblatt, die Bekanntheit des Ladenbauers Dula gesteigert, der unter anderem auch Filialen der französischen Luxus-Modemarke Dior mit Ladeneinrichtungen bestückt. Kurzum: Dustmann hat gute Kontakte zu Premium-Marken, lässt sich aber noch nicht in die Karten blicken.

Marken könne man erst nennen, "wenn die Gespräche und Planungen weiter fortgeschritten sind", so Christian Dustmann. Obgleich er betont, dass "wir auch im neuen Hause Sortimentsteile wie bisher führen werden", zeichnet sich ab: Dustmann dürfte künftig viel stärker zahlungskräftige Kunden aus der ganzen Region ansprechen.

Kaufhaus bekommt eine zusätzliche Etage

Bisher hatte das Kaufhaus zwei Verkaufsetagen, künftig mit dem Erdgeschoss, dem ersten sowie dem neu hinzukommenden zweiten Obergeschoss drei (4100 Quadratmeter). Darüber wird noch eine Etage aufgesetzt, zudem ein kleineres Staffelgeschoss, auf diesen beiden Etagen entstehen Büro- und Praxisräume.

Der vom Dortmunder Büro "henke.siassi"-Architekten geplante "Lifestyle-Store" soll sich indes nicht nur vom Sortiment, sondern auch in punkto Design und Ladenbau von anderen Häusern abheben, sagt Heinz-Herbert Dustmann: "Es wird eine hochmoderne Gestaltung mit internationalem Flair geben, die geprägt ist von hochwertigen Materialien, anspruchsvollem Design und atmosphärischer Beleuchtung - nicht nur innen, auch außen soll die Fassade unterschiedliche Farbstimmungen zeigen können."

Preis des Umbaus bleibt ein Geheimnis

Klingt schön - und schön teuer. Wie teuer, verrät Dustmann allerdings nicht. Im Geschäft sollen bei den Kunden mit Licht, Klima, Düften, Geräuschen verschiedene Sinne angesprochen werden. Auch ein Caf soll integriert werden.

Von "Einkaufserlebnis" sprechen sie bei Dustmann - darin sehen viele Experten die Chance des Einzelhandels gegen das Internet. Man darf gespannt sein, wie das Erlebnis ankommt.

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