"Steht die Erde vor einer kleinen Eiszeit?"

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Polkappen schmelzen. Gletscher tauen ab. Die Erde schwitzt. Dennoch wagte Prof. Eberhard Menzel bei seinem letzten Vortrag als Rektor der Fachhochschule eine interessante These: "Steht die Erde vor einer weiteren kleinen Eiszeit?"

Erdgeschichtlich befinde sich die Erde schon jetzt in einer Eiszeit, stellte Menzel eingangs klar. "Die Erde sah längere Warmphasen", erinnerte Menzel. Und die CO2-Belastung war auch schon mal um ein Vielfaches höher. Aus Eisbohrungen wisse man, dass es beim Erdklima seit zwei Millionen Jahren "einen Trend nach unten" gebe. Mit Ausschlägen nach unten und oben. Dabei interessiert den gelernten Elektrotechniker am meisten, was die oftmals zyklisch verlaufenden Ausschläge verursacht: Sonnenflecken. Wiederkehrende Veränderungen des Kippwinkels der Erde. Schwerpunktwanderungen zwischen Sonne und Erde. Neutronenstrahlung aus dem All. Komplexe Zusammenhänge also, die die hitzigen Klimakollaps-Propheten nach Ansicht von Menzel stur ignorieren.

"Seit ich meinen Vortrag eingereicht habe, gab es keine nennenswerten Sonnenflecken", kam Menzel auf den Punkt. "Wenn sie ausbleiben, wird´s kalt", informierte der Wissenschaftler. So wie einst zwischen 1650 und 1710. In wiederkehrenden Intervallen kehren die Sonnenflecken wieder. Gase lösen sich dann auf der Sonne ab und rasen als Sonnensturm auf die Erde. 2001 sei ein Jahr hoher Lichtausbeute gewesen: Immerhin 20 Watt je Quadratmeter Erdfläche mehr. Seit 2007 würden aber die niedrigsten Sonnenmagnetismus-Aktivitäten seit 80 Jahren verzeichnet.

Aus statistischer Sicht: "Eiszeiten treten zyklisch auf." Verschieden lange Zyklen von kalten Zeiten scheinen jetzt zusammenzufallen. Für Menzel ist klar, dass auch der Planeten-Zyklus in unserem Sonnensystem Einfluss auf das Erdklima besitzt. Selbst intergalaktische Phänomene sind bestimmend: eine hohe Neutronenstrahlung aus dem All könne hier Wolken auslösen. "Die Neutronendichte ist derzeit extrem hoch", berichtet der Hobby-Klimaforscher.

Im letzten Vortrag trat Menzel nie belehrend, nur beschreibend auf. Verbissen seien Klimatologen, die auf Erwärmung setzen. "Da passiert Schmuh", zeigte er manipulierte Temperaturdiagramme. "Alle Messstationen in Amerika sind fehlerhaft", schießt Menzel vielleicht etwas übers Ziel hinaus. Aber zum Nachdenken brachte er den gut besuchten Hörsaal dennoch. Tröstlich: "In 3000 Jahren wird die Temperatur richtig runtergehen." Erst dann.

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