Reinoldus- und Schiller-Gymnasium

Sport-Tourismus hat bald ein Ende

Das RSG bekommt eine neue Sporthalle. Im Bild: Schulleiterin Sabine Neuser. Foto: Klaus Pollkläsener

Das RSG bekommt eine neue Sporthalle. Im Bild: Schulleiterin Sabine Neuser. Foto: Klaus Pollkläsener

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Dorstfeld.Als Oberbürgermeister Ullrich Sierau in der vergangenen Woche anlässlich der Einschulungsfeier am Reinoldus-und-Schiller-Gymnasium (RSG) weilte und vom Bau einer neuen Dreifach-Turnhalle sprach, strahlte Leiterin Sabine Neuser über das ganze Gesicht. Lange haben Förderverein und Kollegium um eine Sportstätte gekämpft. Baubeginn soll Anfang nächsten Jahres sein. Kosten: knapp vier Millionen Euro.

Das RSG mit seinen rund 1000 Schülern verfügt gegenwärtig über eine Einfachturnhalle. Besagte Sportstätte, beschreibt Oberstudiendirektorin Sabine Neuser das jahrelange Dilemma, sei marode, das Hallendach undicht, die sanitären Anlagen und der Hallenboden einfach eine Zumutung. Hinzu komme der zeitraubende „Sport-Tourismus“. Will heißen: das Ausweichen auf andere Standorte -- die Helmut-Körnig-Halle sei hier genannt. Für Sportlehrer und Schüler ein untragbarer Zustand, der bald Geschichte ist. Denn die Pläne sind längst fertiggestellt. Sabine Neuser „hat die Details bereits gesehen. Die Halle ist nach neuesten Standards konzipiert worden. Sie ist behindertengerecht und gedacht für Schul- und Vereinssport. Rund 200 Zuschauer finden dort Platz“, sagte sie gestern unserer Zeitung.

Das Projekt Hallenneubau am RSG entwickelte sich in all den Jahren zu einer unendlichen Geschichte. Seit Anfang der 1970er Jahre bereits hofften Lehrer und Schüler an der Hallerey auf eine neue Sportstätte.

Spürbare Erleichterung

Nun ist die Erleichterung allenthalben spürbar. „Wir brauchen einfach eine adäquate Turnhalle. Sport hat bei uns Priorität. Schließlich sind wir Partnerschule des Leistungssports in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Rudern in Dortmund. Und bieten darüber hinaus Sport als viertes Abiturfach an“, so Neuser. Die alte Sportstätte werde im Übrigen nicht abgerissen, sondern saniert. Die Schulleiterin nutzte gestern die Gelegenheit, sich bei einem überaus aktiven Förderverein zu bedanken, der viele Dinge in Sachen Sporthallen-Neubau auf den Weg gebracht habe.

Doch am Reinoldus-und-Schiller-Gymnasium brennt oder brannte nicht nur sportlich der Baum. Eine Zumutung ist überdies die Aula, die ihren Namen dort nicht verdient, sondern eine bessere Pausenhalle darstellt. Dort hatte die Schulleitung jüngst auch NRW-Ministerin Sylvia Löhrmann mit gemischten Gefühlen empfangen.

Dieser Großraum ist dem Lehrerkollegium ebenfalls ein Dorn im Auge. Sabine Neuser: „Das war sicherlich keine architektonische Meisterleistung. Es ist immer sehr schade, wenn wir bei der Abitur-Vergabe in eine andere Schule ausweichen müssen.“

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