Kommunalwahl

Sorge um niedrige Wahlbeteiligung in Dortmund

Experten zur Wahl: Die Bürger halten sich mit der Teilhabe am (partei-)politischen Leben arg zurück.

Experten zur Wahl: Die Bürger halten sich mit der Teilhabe am (partei-)politischen Leben arg zurück.

Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Am Sonntag wählen die Dortmunder den Rat der Stadt. 451.752 Wahlberechtigte gibt es in der Stadt. Doch Experten und die ehemaligen Fraktionsspitzen sorgen sich, dass weit mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten keine Stimme abgibt.

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Schon bei der Kommunalwahl im Jahr 2009 lag die Wahlbeteiligung nur bei 46,7 Prozent. Sollten weit weniger Dortmunder an die Urnen gehen, könnte dies den Rechtsaußen in die Hände spielen. Eine Sorge, die am Donnerstagabend auch auf einer Wahlveranstaltung bei der Westfälischen Kaufmannsgilde und den Wirtschaftsjunioren deutlich wurde.

Lars Rettstadt (FDP) berichtete über Erfahrungen, die in der Runde bestätigt wurden: Die Bürger halten sich mit der Teilhabe am (partei-)politischen Leben arg zurück. So fragen sich die Liberalen schon lange, ob Bürgersprechstunden, zu denen keiner mehr kommt, noch nötig sind. Vor dem Hintergrund der langen juristischen Auseinandersetzung um die Wiederholungswahl hoffen Rettstadt, Ernst Prüsse (SPD), Ulrich Monegel (CDU) und Ingrid Reuter (Grüne) für Sonntag noch auf eine Beteiligung von wenigstens 40 Prozent.

Angesprochen auf die Erwartungen an das eigene Ergebnis, hoffen alle im Grunde auf den Status quo. Bei 37,8 % lag die SPD 2009 und Prüsse rechnet mit einem Ergebnis um die 37 Prozent. Ulrich Monegel (CDU: 28,7 % in 2009) nennt eine Wiederholung dieses Wert „passabel“, hofft aber auf einen Wert um die 30 Prozent. Ingrid Reuter hofft auf das Ergebnis von 15,4 Prozent aus 2009, und Lars Rettstadt, mit einer FDP bundesweit in der Talsohle, nennt es „schwierig, wieder die sechs Prozent zu erreichen“ (FDP, 2009: 6,3 %).

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