Personalversammlung

Sierau schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Der Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung, Peter 'Pit' Meyer, machte auf der Betriebsversammlung in der Westfalenhalle auf die Sorgen der Stadtbeschäftigten aufmerksam.

Der Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung, Peter 'Pit' Meyer, machte auf der Betriebsversammlung in der Westfalenhalle auf die Sorgen der Stadtbeschäftigten aufmerksam.

Foto: Gregor Beushausen

Dortmund.  Betriebsbedingte Kündigungen sollen weiter ausgeschlossen bleiben: Das hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Mittwoch bei der Personalversammlung der Stadt bekanntgegeben. Rund 5000 Beschäftige kamen in die Westfalenhallen. Der Personalratssvorsitzende machte auf ihre Sorgen aufmerksam.

Vor gut 5000 Zuhörern in den Westfalenhallen 2 und 3 hat OB Ullrich Sierau den städtischen Personalräten angeboten, die Dienstvereinbarung zum Kündigungsschutz Ende 2015 um "fünf weitere Jahre" zu verlängern. Er sprach ebenfallsdavon, dass Dortmund mit knapp 320.000 Arbeitsplätzen den höchsten Stand "seit Anfang der 80er" habe und es absehbar 335.000 Arbeitsplätze werden sollen.

Sparvorschläge verteidigt

Mehrfach verteidigte Sierau die Sparvorschläge, die die Stadt an den Klippen der Haushaltssicherung vorbeiführen sollen. Das Klagelied über Personalabbau und zu hohe Arbeitsbelastung in einigen Fachbereichen konterte der Mann an der Spitze der Verwaltung mit dem Argument, der Personalbestand habe sich innerhalb eines knappen Jahres um 144 Mitarbeiter erhöht. Dann zitiert der OB eine interne "Beschäftigtenbefragung": Aus der gehe hervor, dass Identifikation und Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz gestiegen seien.

Personalratsvorsitzender Pitt Meyermahnte vorab in einer Brandrede ein "nachhaltiges Konzept zur Personalentwicklung" an. Weil Planstellen nicht besetzt seien, würden Schülerfahrtkosten "erst nach acht Monaten beglichen".Er wolle nicht wissen, was passiere, wenn Sitzungsgelder für die Ratsvertreter erst nach einer solchen Wartezeit angewiesen würden.Frei werdende Stellen würden nur umständlich und zeitverzögert neu besetzt, wenn überhaupt. Die Ansprechpartner würden so häufig gewechselt, "bis keine Hand mehr weiß, was die andere tut." Rund 10 700 Beschäftigte arbeiten in der Kernverwaltung der Stadt.Darunter sind 670 Mitarbeiter, die alle Voraussetzungen erfüllen, bis 2018 mit 63 Jahren in Rente zu gehen - wovon viele nach Angaben der Personalräte auch Gebrauch machen wollen.Da gleichzeitig die Ausbildungszahlen sinken, höhle die Verwaltung ihr eigenes Fundament aus, so die Personalräte.

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