Fahndung

Polizei sucht nach Sexualdelikten in Dortmund Serientäter

Foto: Westfalenpost

Dortmund.  Also doch ein Serientäter: Hinter den drei sexuellen Übergriffen in Dortmund steckt wohl ein und derselbe Täter. Die Polizei fahndet mit einem Phantombild.

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Staatsanwaltschaft und Polizei sind sich sicher: Es ist ein Serientäter, der Dortmund in Angst und Schrecken versetzt hat. Drei Frauen sollen innerhalb einer Woche von dem selben Mann überfallen und zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sein. Zu diesem Ergebnis kommt die Ermittlungskommission "EK Park". Nach Zeugenbefragungen und der Auswertung weiterer Hinweise sei klar: Die Fälle weisen Parallelen zueinander auf.

Deshalb sucht die Kripo nun einen Mehrfachtäter. Es soll der Typ von Täter sein, von dem bereits vor sechs Tagen ein Phantombild veröffentlicht worden ist wegen des brutalen Überfalls auf eine 54-jährige Joggerin am Montag, 13. August. Fünf Tage später, am Samstag, 18. August, ereigneten sich die sexuellen Übergriffe auf Frauen in Dortmund-Lichtendorf und Westerfilde.

Ob der Verdächtige noch weitere Sexual-Straftaten in Dortmund begangen hat, kann die Polizei momentan nicht sagen. Auch diese Vermutung sei Gegenstand der intensiven Ermittlungen. Die "EK Park" will den gesuchten Mann so schnell wie möglich hinter Schloss und Riegel bringen.

Großaufgebot der Polizei im Einsatz

Ein Großaufgebot von Polizeikräften ist deshalb in die Fahndungsmaßnahmen eingebunden. Im gesamten Stadtgebiet zeigen Spezialteams wie folgt Präsenz:

  • Bezirksdienstbeamte fahren verstärkt Streife im Radius der Tatorte und befragen die Anwohner. Um weitere Hinweise zu erhalten, wird auch das Phantomfoto des mutmaßlichen Täters verbreitet.

  • Die Fahrradstaffel und die Landesreiterstaffel patrouillieren in Tatortnähe, damit sich dort niemand mehr fürchten muss.
  • Das Kriminalkommissariat und die Kriminalprävention für Opferschutz stehen mit einem Informationsmobil an den Tatorten und in der nahen Umgebung. Ihr Ziel: Gespräche vor Ort mit den Bürgern führen und weitere Zeugen der Sexual-Straftaten generieren.

Die Überfalle auf Frauen am 13. und 18. August: Serie von Sexualdelikten in Dortmund - Polizei sucht Zeugen

Die Täterbeschreibung:

  • nordafrikanische Erscheinung
  • etwa 30 bis 35 Jahre alt
  • schlanke Figur
  • dunkle Haare und Dreitagebart
  • bekleidet mit einem roten T-Shirt mit weißer Schrift (mittig ein Emblem), einer blau-weiß-roten Trainingsjacke und einer grauen Jogginghose

Polizeipräsident versteht die Ängste

Polizeipräsident Gregor Lange zeigt Verständnis für die beunruhigten Menschen in Dortmund: "Ich kann gut verstehen, wenn diese abscheulichen Taten zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen. Genau deswegen arbeiten wir mit einer Ermittlungskommission intensiv an der schnellstmöglichen Aufklärung der Fälle."

: Außerdem werde die Polizei noch mehr Anwesenheit auf den Straßen vorweisen. Lange: „Wir wollen mit sichtbarer polizeilicher Präsenz für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein und Sicherheit vermitteln."

Der Polizeipräsident appelliert an alle Einwohner der Stadt Dortmund: "Scheuen Sie nicht davor zurück, uns nicht nur im Notfall zu kontaktieren, sondern sprechen Sie uns auch an, wenn Sie besorgt sind und Hilfe benötigen."

Polizeistreifen jederzeit ansprechbar

Streifenteams und Polizeiwachen in Dortmund gehen jederzeit auf die Fragen und Hinweise der Bevölkerung ein. Telefonisch nimmt die Kriminalwache der Dortmunder Polizei weitere Zeugenhinweise entgegen. Rufnummer: 0231-132 7999

Die Dortmunder Polizei hat außerdem "Präventionshinweise zum Schutz vor sexuellen Übergriffen" (siehe Anhang) formuliert, in denen sie vor allem Frauen Tipps gibt, wie sie sich vor sexuellen Übergriffen schützen können, wenn sie alleine unterwegs sind. (has)

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