Rechten-Szene

Rechten-Demos in Dortmund: Anklage gegen acht Männer

Rechtsradikale demonstrierten im Herbst 2018 unter anderem im Dortmunder Stadtteil Marten mit Pyrotechnik und Schwarz-Weiß-Roten Fahnen.

Rechtsradikale demonstrierten im Herbst 2018 unter anderem im Dortmunder Stadtteil Marten mit Pyrotechnik und Schwarz-Weiß-Roten Fahnen.

Foto: Robert Rutkowski/dpa

dortmund.   Nach zwei Rechten-Demos in Dortmund im vergangenen Herbst hat die Staatsanwaltschaft nun gegen acht Männer Anklage wegen Volksverhetzung erhoben.

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Insgesamt acht Männer müssen sich nach den Rechten-Demos in Dortmund vor Gericht verantworten. Ihnen werde Aufstachelung zum Hass gegen in Deutschland lebende Juden vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag.

Polizei in der Kritik

Die Dortmunder Polizei war öffentlich kritisiert worden, weil sie die beiden Demo-Züge im September nicht gestoppt hatte, obwohl offen antisemitische Parolen skandiert worden waren. Mit dem Einsatz hatte sich auch der Düsseldorfer Landtag befasst. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stellte sich dabei vor die Polizei.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange betonte, man habe intensiv daran gearbeitet, die Beteiligten der Demo-Züge zu identifizieren. Die rechte Szene stehe unter permanenten Strafverfolgungsdruck.

100 Demonstranten und 86 Beamte

Laut Staatsanwaltschaft kommt einer der Angeklagten aus Dortmund, die anderen aus Wuppertal, Viersen und Ruppichteroth bei Bonn. Rund 100 Demonstranten waren damals durch die Stadt gezogen, ihnen standen Reul zufolge 86 Beamte gegenüber - das sei „ausreichend und gut“ gewesen. (dpa)

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