Fußball

Randale: ASC 09 Dortmund fordert Stellungnahme von Schalke

Schalker Ultras sollen am Wochenende bei einem Oberliga-Spiel in Dortmund für Unruhe gesorgt haben. Die Polizei war mit Pfefferspray und Schlagstöcken unterwegs.

Schalker Ultras sollen am Wochenende bei einem Oberliga-Spiel in Dortmund für Unruhe gesorgt haben. Die Polizei war mit Pfefferspray und Schlagstöcken unterwegs.

Foto: Martin Möller (Archiv)

Dortmund.   Schalker Ultras sorgten beim Spiel gegen den ASC 09 Dortmund für Unruhe. In einem offenen Brief fordern die Dortmunder nun eine Stellungnahme.

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Nach den Vorfällen am Rande eines Oberliga-Spiels beim ASC 09 Dortmund fordert der Verein eine Stellungnahme des FC Schalke 04. Fast 100 gewaltbereite Schalker kamen nach Schilderung der Polizei am Sonntag zum Aplerbecker Waldstadion und sorgten dort für Aufregung. Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke gegen sie ein. Nun hat der ASC 09 Dortmund auf seiner Internetseite einen offenen Brief an die Schalke-Führung veröffentlicht, in dem er eine Stellungnahmen zum Geschehen fordert.

Dort berichtet der Vereinsvorsitzende Michael Linke vom unschönen Saisonende der Oberliga. „Gegen 14.15 Uhr informierte uns die Polizei darüber, dass zirka 100 Schalker Anhänger, darunter zum Teil gewaltbereite Ultras, auf dem Weg zum Waldstadion sind.“ Da es im Vorfeld keine Anzeichen für eine mögliche Auseinandersetzung zwischen den Ultras beider Vereine gegeben habe, seien nur wenige Polizisten vor Ort gewesen.

Gäste stürmen den Eingangsbereich

Um Schlimmeres zu verhindern, habe man versucht, die Gäste in einen gesonderten Bereich zu führen – vergeblich. „Die Gruppe hat das Stadion durch den Eingangsbereich gestürmt. Nur dank der deeskalierenden Vorgehensweise der Ordner und der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden“, schreibt Linke weiter.

Noch fast eine Stunde nach Ende des Spiels sollen sich die Ultras auf dem Fußballplatz aufgehalten haben. Die Polizeibeamten riegelten zuvor das Stadion ab, um ein Zusammentreffen mit Dortmunder Ultras zu verhindern.

Kinder müssen Gewaltsituationen miterleben

Besonders belastet habe den Vorsitzenden des ASC 09 Dortmund aber, dass an dem Tag viele Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern im Waldstadion waren, die das Geschehen mit ansehen mussten. „Sie mussten die bedrohliche Situation, die Androhung und Ausübung von Gewalt, den Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken hautnah miterleben und konnten ihrerseits das Stadion für geraume Zeit nicht verlassen“, schreibt er in dem offenen Brief an die Schalker.

Noch bedauerlicher aber – so schreibt es Linke – sei die Tatsache, dass bislang sowohl eine Kontaktaufnahme des FC Schalke 04 mit dem Dortmunder Club noch eine Stellungnahme ausgeblieben sei. „Wir würden uns freuen, wenn auch Sie hier klar Stellung beziehen und dieses Vorgehen verurteilen würden. Oder um es noch ein wenig deutlich auszudrücken: Wir erwarten zeitnah eine Stellungnahme des FC Schalke 04“, heißt es am Ende des Briefes.

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