Kriminalität

Polizei Dortmund hat Sondereinheit gegen Gewalttäter

Die Unterstützungseinheit Dortmund geht an Sondereinsatztagen auch gegen Gewalttäter aus der rechten Szene vor.

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Die Unterstützungseinheit Dortmund geht an Sondereinsatztagen auch gegen Gewalttäter aus der rechten Szene vor. Foto: dpa

Dortmund.  Die Unterstützungseinheit Dortmund ("UDO") hilft Streifenpolizisten bei Einsätzen mit großem Menschenauflauf. Sie hat erste Erfolge zu vermelden.

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Als geheime Einheit führte sie die Polizei Anfang 2016 im Kampf gegen Gewalttäter erfolgreich ein: "UDO", die Unterstützungseinheit Dortmund. Ein Auslöser für die Gründung war laut Dortmunds Polizeisprecher Gunnar Wortmann die Silvesternacht 2015/2016, bei der die rechte Szene in Dortmund Dorstfeld randaliert hatte und eine erhöhte Polizeipräsenz notwendig war.

Bisher hatte die Einheit laut Wortmann 22 Einsätze, dabei kontrollierte "UDO" mehr als 1000 Personen, nahm 50 Personen kurzzeitig in Gewahrsam und 34 Personen fest. Vor allem sei sie bei den Untersuchungen darauf spezialisiert, Betäubungsmittel und Waffen aufzuspüren.

Die Sondereinheit besteht aus "erfahrenen Beamten" des Wach- und Wechseldienstes sowie einem Einsatztrupp, erklärt der Polizeisprecher. Ansonsten gehen diese Beamten ihrem normalen Dienst nach. Sie durchlaufen keine besondere Ausbildung, sondern seien wie üblich in allen Bereichen des Streifendienstes geschult.

Der Vorteil der Truppe sei, dass sie eine gebündelte Einheit und überall flexibel einsetzbar ist und die Polizisten sich untereinander kennen. Dabei rückt die Unterstützungseinheit Dortmund vor allem aus, sobald mit einem erhöhten Menschenauflauf zu rechnen ist - überwiegend bei Großveranstaltungen an Feiertagen, bei dem alles gut planbar ist.

Letztes Mal an Halloween ausgerückt

Den letzten Einsatz hatte "UDO" laut Wortmann an Halloween, auch Silvester 2016/2017 unterstützte die Einheit die Polizeikollegen. Aus taktischen Gründen, um "nicht ausrechenbar zu sein", möchte er keine zukünftigen Einsatzorte verraten und auch nicht die Anzahl der Beamten nennen, die dazugehören.

"Erfahrungswerte der letzten Jahren zeigen, wo es zu Problemen kam und eine zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist", unterstreicht Dortmunds Polizeipressesprecher Wortmann. (ten)

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