Phoenix-See

Phoenix-See-Eröffnung — "Das ist ja wie im Urlaub!"

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Dortmund. Der Phoenix-See in Dortmund-Hörde ist jetzt auch für Radfahrer und Spaziergänger frei zugänglich. Schon bei der Eröffnung der renaturierten Hoesch-Stahlwerks-Brache am Montag (9. Mai 2011) weckte das neue Erholungsgebiet Urlaubsgefühle.

„Das ist ja wie im Urlaub hier“, war am Montag der am häufigsten gehörte Satz in Hörde. Der Phoenix-See ist jetzt endlich geöffnet, und Scharen von Schulkindern, Radfahrern, Spaziergängern und Skatern ließen sich den Premierentag nicht entgehen. Die Sonnenstrahlen ließen die klaren Fluten funkeln - ein Traum wurde wahr. Dortmund hat nun einen echten Ankerpunkt.

„Die Kinder waren begeistert, dass die Bauzäune weg sind und wollten sofort ‘rüber“, berichtet Pia Schreiner-Theis. Mit zwei Klassen , der 1a und der 2a, gibt es Unterricht zum Anschauen und Anfassen. Auch Hausmeister Peter Piotrowski ist dabei und strahlt. „Früher war die Weingartenstraße eine dunkle Straße“, freut er sich, wie die spiegelnde Wasserfläche das Licht herüber reflektiert. „Ganz viel Lebensqualität für Hörde“ bringe der See. „Das ist einfach schön. Fast wie im Urlaub.“

Die Kinder haben den See sofort angenommen. Am Zulauf werden erst die Hände ins Wasser gehalten, schließlich die Füße - ohne und mit Schuhe. Edle Bänke laden ringsum zum Verweilen ein. Piotrowski: „Ich hoffe, sie bleiben lange von Vandalismus verschont.“

Phoenix-See für alle

Phoenix-See für alle
WAZ FotoPool

Auch Ulrich und Monika Danz haben die erste See-Runde gedreht: „3,2 Kilometer“, weiß der Dortmunder. Beim nächsten Mal will er mit dem Enkel wiederkommen. Und mit dem Fahrrad am neuen Emscher-Radweg bis zur Quelle nach Holzwickede fahren, das lohnt sich auch. „Das ist Naherholung, da braucht man gar nicht mehr wegzufahren“, so Danz. Das ist alles sehr schön geworden.“

Überragende Aussicht

Roswitha Petzerling schnauft die letzten Stufen zum Aussichtshügel hinauf: „131 oder 134 Stufen“, sagt sie und staunt: Vom Schwerter Wald im Osten bis zum Uni-Campus im Westen sind alle bedeutenden Landmarken Dortmunds im Blickfeld. Kameras klicken, einige haben ein Fernglas dabei. Ein Milan kreist über den Köpfen.

Erst zehn Jahre ist es her, dass Dortmund genau hier am schmutzigsten war. 160 Jahre Stahlgeschichte sind wie weggewaschen. Hörde liegt ab sofort am Wasser. Auch Christina Fittkau findet den See schön: „Für Segelboote ist er aber zu klein.“ Und: „Schade, dass hier nicht gebadet werden darf.“ Die Holzstege im Osten des Sees laden förmlich zu einem Hechtsprung ins kühle Nass ein. Wie will man hier das Baden unterbinden? Sicherheitsdienste seien derzeit kein Thema, hieß es am Rande der symbolischen Eröffnung, drei Tage zuvor.

„Mann, sieht Dortmund heute gut aus“, lauten die Lobeshymnen auf dem Aussichtshügel. Dass die Bagger und Muldenkipper auf dem Gelände der ehemaligen Firma Afflerbach auf der anderen Seeseite noch gut zu tun haben, stört nicht weiter. Wie Spielzeuge modellieren die Fahrzeuge das Gelände.

„Vielen Dank für alles“, sagt spontan Angelika Greifenberg. „Von der Bauleitung bis zum kleinen Bauarbeiter.“ Sie hätten in den letzten sechs Jahren eine super Leistung erbracht, die Hörde enorm aufwerte. Doch dann gehen die Blick nach oben, als sich eine Air-Berlin-Maschine im Landeanflug nähert. „Da kann man sehen, ob die Reifen aufgepumpt sind“, staunt Chris-topf Koch über die Nähe zum Flieger. Aber zum See sagt er: „Wie im Märchen“. Wenn man bedenkt, dass in Hörde mal eine Müllverbrennungsanlage geplant war.“

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