Das letzte Amen

Evangelische Kirche in Nette ist entwidmet

Nette.  Einen regulären Gottesdienst in der evangelischen Noah-Gemeinde in Nette wird es nicht mehr geben. Am Sonntag wurde die Kirche offiziell entwidmet.

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Eine ganze Gemeinde trauerte. Sie trauert um den Verlust ihres Gotteshauses, da jegliches Wehren gegen eine Schließung erfolglos war. Am Sonntag fand nun die Entwidmung der evangelischen Kirche der Noah-Gemeinde statt, "ihrer" Kirche.

Neue Bestimmung für Lichterbaum

Den Gottesdienst gestalteten die beiden Pfarrerinnen Renate Jäckel und Stefanie Lüders sowie die beiden Pfarrer Reinald Martin-Bullmann und Michael Stache.

Das Schicksal der Insignien der Kirche ist noch ungewiss. Der Lichterbaum des verstorbenen Mengeder Künstlers Manfred Jockheck hat allerdings schon eine neue Bestimmung gefunden. Er wird demnächst in der katholischen Remigius-Kirche in Mengede die Gläubigen mit seinen vielen Lichtern erfreuen dürfen.

Kerzen sind erloschen

Im Entwidmungsgottesdienst spielte der Lichterbaum aber noch einmal eine wichtige Rolle. In einem feierlichen Ritual erlosch auf der einen Seite des Altars Kerze für Kerze, auf der anderen Seite wurden am Kunstwerk neue Kerzen angezündet. Ein Symbol für alle Gemeindemitglieder, dass es auf Gottes Wegen weiter geht und ein Trost, in den künftigen Räumen sicher eine neue Heimat zu finden.

In der Predigt von Pfarrerin Stefanie Lüders kamen immer wieder die Worte "nie wieder" vor. Nie wieder ein Gottesdienst, nie wieder eine Konfirmation, nie wieder eine besondere Festlichkeit in altvertrauter Umgebung. Das hatte etwas Endgültiges und ließ so manche Träne bei den anwesenden Gemeindemitgliedern rollen. Pfarrerin Renate Jäckel ermunterte die Anwesenden allerdings mit den Worten: "Nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir müssen weitergehen und optimistisch in die Zukunft blicken."

Viele Verbindungen

Die Lebensgeschichte vieler Netter Bürger ist eng mit dieser Kirche verbunden. Die Erinnerungen aber werden bleiben. Michele und Leonie (beide 13) sind besonders traurig. "Wir müssen jetzt für unsere Konfirmation in die katholische Kirche. Das gefällt uns überhaupt nicht, denn unsere Kirche ist uns so vertraut."

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