Im Volksgarten Bövinghausen

Diese Brücke ist bald nicht mehr da

Das Holz ist morsch, das Geländer muss durch einen Bauzaun gesichert werden. Kein Wunder, dass die in die Jahre gekommene Brücke im Volksgarten Bövinghausen bald ausgetauscht wird.

Foto: Stephan Schütze

Das Holz ist morsch, das Geländer muss durch einen Bauzaun gesichert werden. Kein Wunder, dass die in die Jahre gekommene Brücke im Volksgarten Bövinghausen bald ausgetauscht wird.

Bövinghausen.  Im Volksgarten Bövinghausen stehen bald Bauarbeiten an. Die Brücke über den Schultesiepen wird abgerissen und neu gebaut. Das hat die Bezirksvertretung beschlossen. Günstig wird die Angelegenheit nicht.

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Ziemlich schnell ging es am Dienstag zu bei der Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund. In weniger als einer halben Stunde waren die Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Darunter befand sich unter Punkt 11.1 mit der Brücke auch eine Investition in sechsstelliger Höhe.

Um welche Brücke geht es genau?
Es handelt sich um die Gehwegbrücke, die sich im nördlichen Teil des Volksgartens Bövinghausen auf Höhe der Straße "Am Rhader Holz" befindet. Diese Brücke führt über den Bachlauf Schultesiepen, sie ist sechs Meter lang, drei Meter breit und 40 Jahre alt.

Warum soll die Brücke erneuert werden?
Laut Vorlage, über die die Bezirksvertreter abgestimmt haben, habe die Holzkonstruktion mit ihren 40 Jahren das theoretische Lebensalter erreicht. "Die Geländer, das Tragwerk und auch die Holzpfähle der Gründung sind desolat und lassen keine Möglichkeit für eine Instandsetzung zu. Zur Absturzsicherung sind momentan Bauzäune aufgestellt, weil die Geländer fehlen. Um die Wegeverbindung aufrecht zu erhalten, sei ein Neubau der Brücke an selber Stelle unumgänglich.

Wie soll der Neubau aussehen?
Nachdem mehrere Varianten geprüft worden sind, wird es voraussichtlich auf eine verzinkte Stahlkonstruktion mit Holzbohlenbelag aus einer heimischen Holzart hinauslaufen. Für die Tragkonstruktion erwartet das Tiefbauamt eine Nutzungsdauer von 80 Jahren. Bis zum Jahre 2097 also soll die Brücke stehen. Das Holz allerdings schafft es wohl nicht so lange. Es muss voraussichtlich ein- bis zweimal ausgetauscht werden.

Welche Auswirkungen hat der Bau auf den Bach?
Abgesehen von einer Erweiterung um wenige Zentimeter soll sich laut Vorlage nichts verändern.

Wann sollen die Arbeiten beginnen?
Zwischen Mai und August 2018 sollen die Arbeiten ablaufen. Die aktuelle Brücke wird abgerissen und die neue direkt gebaut.

Was kostet der ganze Spaß denn?
100.000 Euro sind für Abbruch und Neubau veranschlagt. Das Tiefbauamt rechnet mit jährlichen Folgekosten in Höhe von 1400 Euro. Das Gute daran für die Bezirksvertretung: Das Geld hierfür kommt aus dem städtischen Haushalt. Das Lütgendortmunder Budget bleibt unangetastet.

Was bedeutet der Umbau für Spaziergänger?
Der Baubereich wird voll gesperrt. Daher müssen Besucher einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

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