Einmaliges Betreuungskonzept im Ruhrgebiet

Entwurf für Kinderhospiz der Elisabeth-Grümer-Stiftung steht

Gleich neben dem bestehenden Hospiz St. Elisabeth wird im Schatten der Fördertürme der Zeche Zollern das Kinderhospiz entstehen.

Foto: Stephan Schütze

Gleich neben dem bestehenden Hospiz St. Elisabeth wird im Schatten der Fördertürme der Zeche Zollern das Kinderhospiz entstehen. Foto: Stephan Schütze

Westrich.  Das geplante Kinderhospiz der Elisabeth-Grümer-Stiftung in Westrich wird in seinem Betreuungs-Konzept einmalig sein im Ruhrgebiet. Neben Geld suchen die Gründer ein Logo. Ein Wettbewerb soll das ändern.

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Stiftungsgründerin Elisabeth Grümer hat am Dienstag im Rathaus das nächste Hindernis für das geplante Kinderhospiz in Westrich aus dem Weg geräumt. In den Räumen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Norbert Schilff gründete sich der Förderverein. An der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel soll in spätestens vier Jahren in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Hospiz St. Elisabeth eine vergleichbare Einrichtung für Kinder entstehen. Erste Architektenentwürfe stelle Klaus Winkelmann vom Castrop-Rauxeler Planungsbüro Jarzina Winkelmann gestern vor.

Wer die engagierte Immobilienmaklerin Grümer (71) aus der Nachbarstadt kennt, weiß, dass sie Herzen bewegen kann. Die BVB-Stiftung „leuchte auf“ hat sie schon für ihre neue Idee gewinnen können, Dortmunds Wirtschaftsförderer sagten volle Unterstützung zu, und „Fluxa“, der weibliche Lions-Club, organisiert am 28. April ein großes Benefiz-Kulturprogramm im Kinder- und Jugendtheater an der Sckellstraße in Hörde. Fluxa-Präsidentin Gabriele Kroll kann auf die Zusagen vieler bekannter Schauspieler und Musiker zählen. Versteigert wird bei dem Fest auch ein BVB-Ball mit den Unterschriften der Spieler.

Der Förderverein wünscht sich, eine ganze Stadt möge hinter dem Bau des Kinderhospizes stehen. Besser noch zwei Städte, denn Castrop-Rauxel liegt zum betreffenden Grundstück im Schatten der Fördertürme von Zollern in Rufweite. Wenn die Finanzierung steht und die Pläne genehmigt sind, soll innerhalb eines Jahres Bauzeit für 3,5 bis 4 Millionen Euro ein 1700 Quadratmeter großer, ein- bis zweigeschossiger Neubau neben dem bestehenden Hospiz entstehen. Das Grundstück hat die Stiftung schon hinzugekauft.

Architekten, Stiftungs-Gründerin und weitere Unterstützer reisten zuvor durch die Republik, um sich Kinderhospize anzuschauen. Dann stand ihre Entscheidung fest: „Es wird das einzige Hospiz im Ruhrgebiet mit einer Tages- und Nachtbetreuung, mit stationären und ambulanten Plätzen in der Tagespflege. Mit dieser Ausrichtung bekommt unsere Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Grümer.

Kinderhospiz soll neun Betten in sechs Zimmern haben

Neun Betten soll das Hospiz erhalten, aufgeteilt in sechs Zimmern. Drei Zimmer werden für die stationäre Pflege vorgehalten, drei weitere mit sechs Plätzen für die ambulante. „Wir wollen damit auch kurzfristig, je nach Bedarf reagieren können und die Eltern durch schnelle, ambulante Hilfe entlasten“, so Grümer. Für die Eltern selbst sind in der zweiten Etage mehrere Appartements geplant, um auch nachts ihren Kinder nahe sein zu können. Herzstück der Einrichtung, in der 30 Fachkräfte arbeiten sollen, wird ein großer, luftdurchlässiger Allzweckraum, an dem kleinere Bereiche andocken, darunter ein Kuschelraum.

Bis zum 15. März (Einsendeschluss) sucht die Stiftung einen Namen für das Kinderhospiz. Gerne können Kinder mitmachen bei Namensfindung und Logo-Gestaltung. Der Gewinner bekommt 500 Euro, der Zweite 300 und der Dritte 100 Euro.

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