Autorennen

Neue Blitzer am Ostwall sollen Raser in Dortmund bremsen

Die Polizei Dortmund kontrollierte - hier in Phoenix West - ob die Fahrzeuge technisch verkehrstauglich sind.

Die Polizei Dortmund kontrollierte - hier in Phoenix West - ob die Fahrzeuge technisch verkehrstauglich sind.

Foto: Polizei Dortmund

Dortmund.  Ein neuer Blitzer steht seit Anfang des Jahres am Ostwall in Dortmund. Weitere sollen folgen. Die Stadt geht damit gegen illegale Autorennen vor.

Die Stadt Dortmund hat am Ostwall einen neuen Blitzer aufgestellt. Sie will damit die örtliche Raserzene bekämpfen. Die ist besonders am Ostwall und im Bereich Phoenix-West aktiv.

Dass gehandelt werden muss, zeigt die Bilanz des Jahres 2018. Insgesamt 63 mutmaßliche Autorennen zählte die Polizei Dortmund. Davon endeten 13 in Verkehrsunfällen, bei denen neun Personen leicht und neun schwer verletzt wurden. Eine Frau wird vermutlich querschnittsgelähmt sein.

Kontrollen an Raser-Schwerpunkten

Die Beamten stellten zudem 986 unzulässige technische Veränderungen an Fahrzeugen fest und registrierten insgesamt 2.384 Geschwindigkeitsverstöße.

Polizei und Stadt führen regelmäßig Großkontrollen an den beiden Raser-Schwerpunkten auf dem Wall und in Hörde durch. Beginn war der 30. März 2018, der inoffizielle Saisonstart der Raser- und Tuningszene - auch "Carfreitag" genannt.

Weitere Blitzer geplant

Der neue Blitzer am Ostwall hat seit seiner Aufstellung am 2. Januar bereits über 1.200 Temposünder erfasst. Sie sind teilweise doppelt so schnell gefahren wie erlaubt (50km/h). Zwei weitere Blitzer sollen am Königswall und Hiltropwall folgen. Am Rheinlandamm befindet sich ebenfalls ein neuer Blitzer kurz vor der Inbetriebnahme.

Alle Blitzer sind laut Stadt auf dem neuestem Technikstand. "Es gilt in den Köpfen von notorischen Rasern nachhaltig eine Verhaltensänderung zu verankern", so Ralf Ziegler, leitender Polizeidirektor und Leiter der Direktion Verkehr.

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