Gefährliche Pyrotechnik

Kinder verletzt: Polizei Dortmund warnt vor Kugel-Böllern

Dortmund.  Nach dem Aufheben explodiert: Fiese Kugel-Böller haben in Dortmund mehrere Kinder und einen Erwachsenen verletzt. Nun warnt die Polizei.

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Die Ambulanz der Kinderchirurgie des Dortmunder Klinikums musste am Neujahrs-Tag mehrere teils schwer verletzte Kinder versorgen. Der Grund: gefährliche Pyrotechnik. Bei der Polizei sind Strafanzeigen gestellt worden.

Böller explodierten sofort

Es gibt Parallelen: In mehreren Fällen sollen die Kinder kugelförmige Böller aufgehoben haben, die dann sofort explodiert sind und schwere Verletzungen verursacht haben - ohne dass eine Lunte angezündet worden ist. In anderen Fällen sei eine Lunte gezündet worden und unmittelbar danach eine Explosion erfolgt. Üblicherweise vergehen einige Sekunden bis zur Explosion.

Eine Mutter, die mit ihrem Sohn wegen einer Sportverletzung in der Kinderchirurgie war, berichtete von Verbrennungen, Gesichtsverletzungen, Augenverletzungen und blutigen Wunden, die in der Ambulanz versorgt werden mussten.

Polizei warnt vor Kugel-Böllern

Die Dortmunder Polizei warnt Eltern und Kinder vor den gefährlichen Geschossen, die in diesen Straßen und Stadtteilen aufgehoben worden sind:

  • Albertstraße in der Nordstadt
  • Petershagenstraße in Aplerbeck
  • Kautskystraße in Scharnhorst

Verletzt worden seien „mindestens fünf Kinder“ und ein Erwachsener, berichtete Polizeisprecherin Dana Seketa am Dienstag (2.1.2018). Die Kinder sind zwischen 9 und 12 Jahre alt. Die Polizeisprecherin warnt davor, auf dem Boden liegende Böller oder andere Pyrotechnik-Reste aufzuheben und damit zu zündeln.

Wie die kugelförmigen Böller genau aussehen, kann die Polizei derzeit nicht sagen, da die Böller-Kugeln an den drei Tatorten zerfetzt worden sind. Sie sollen drei bis vier Zentimeter Umfang haben und in unterschiedlichen Farben im Umlauf sein.

Arzt: Kinder können Gefahren nicht einschätzen

Der ärztliche Leiter des Dortmunder Rettungsdienste, Dr. Hans Lemke, hatte vor dem Jahreswechsel auf die von Pyrotechnik speziell für Kinder ausgehenden Gefahren hingewiesen. Kinder könnten diese Gefahren überhaupt nicht einschätzen. In der Haydnstraße wurde ein Kind bereits vor Silvester verletzt.

Aufpassen müssen auch die Straßenreinigung der EDG und alle Bürger, die Silvesterreste aufnehmen.

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