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Mann wird 500-Euro-Schein nicht los - nicht einmal in Banken

Beim Wechseln eine schwierige Banknote: der 500-Euro-Schein.

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Beim Wechseln eine schwierige Banknote: der 500-Euro-Schein. Foto: dpa

Dortmund.  Mit 500 Euro shoppen gehen – gar nicht einfach. Ein Gevelsberger versuchte in mehreren Dortmunder Banken einen 500-Euro-Schein zu wechseln. Vergebens.

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Zum Geburtstag bekam Ingo Eisenbarth aus Gevelsberg einen 500-Euro-Schein von seinem Vater geschenkt. Ihn auszugeben, wurde aber zum Riesenproblem. Selbst die Dortmunder Sparkasse weigerte sich, die große Note "klein zu machen" - und hatte dabei das Recht auf ihrer Seite.

Als sich Eisenbarth für einen Einkaufsbummel auf den Weg nach Dortmund machte, war ihm schon klar, dass er in Geschäften mit seinem 500-Euro-Schein auf Probleme stoßen könnte. Supermärkte, Einzelhändler und Tankstellen berufen sich auf ihre Vertragsfreiheit und weisen oft schon in Kassennähe darauf hin, dass sie große Scheine nicht annehmen - aus Angst um ihren Wechselgeldbestand oder vor teuren Fälschungen. Deshalb ist Eisenbarth gleich zur Hauptstelle der Sparkasse gegangen. Doch auch die wollte den Schein nicht haben.

Odyssee durch Dortmunder Bankenviertel

Die Mitarbeiterin am Schalter erklärte ihm, man wechsele nur Kunden des Hauses Geldscheine, Fremdkunden aber nicht. Bei anderen Banken bot sich dasselbe Bild. Erst nach einer Odyssee durch den "Dortmunder Finanzdistrikt" sei er bei einem freundlichen Mitarbeiter der Deutschen Bank auf Mitleid gestoßen, der ihm den Schein gewechselt habe, aber nicht ohne den Hinweis, dass er das eigentlich nicht dürfe.

Auf Nachfrage bei der Dortmunder Volksbank erklärte Sprecher Carsten Jäger, normalerweise tausche man auch 500-Euro-Scheine von Nichtkunden: "Wenn das in diesem Fall anders war, hatte der Kollege einen schlechten Tag."

Laut Markus Pinnau, Sprecher der Sparkasse Dortmund, besteht eine Pflicht zum Umtausch von Bargeld für Nichtkunden nicht mehr. "Mit Einführung des Euro ist der Zwang zur Annahme von Bargeld entfallen."

500-Euro-Schein hat einen schlechten Ruf

Der Gesetzgeber habe den Kreditinstituten bei Bargeldtauschgeschäften eine besondere Sorgfaltspflicht zur Verhinderung der Geldwäsche auferlegt, sagt Sparkassensprecher Markus Pinnau. Der 500-Euro-Schein steht im Ruf, besonders häufig bei Geldwäsche-Geschäften zum Einsatz zu kommen, weil sich mit ihm große Summen in winzigen Verstecken lagern lassen. Volksbanksprecher Carsten Jäger bestätigt, dass man hellhörig werde, wenn jemand mit einem ganzen Bündel von 500-Euro-Scheinen daherkomme.

Zentralbank erwägt Abschaffung des Scheins.

Auch wenn die finale Entscheidung noch aussteht, die Europäische Zentralbank möchte den 500-Euro-Schein gerne abschaffen. Doch obwohl der Anteil von Kartenzahlungen stetig steigt, gebe es immer noch Geschäfte, die sehr bargeldaffin seien, sagt Sparkassensprecher Markus Pinnau, etwa der Gebrauchtwagen- oder Küchenkauf. "Vor diesem Hintergrund verlangen Kunden explizit 500-Euro-Noten."

Die 500 prangt auf nur drei Prozent aller Euro-Banknoten, doch diese machen mit 307 Milliarden Euro fast ein Drittel des gesamten Bargeld-Wertes aus. 55 Prozent der 500-Euro-Noten im Euro-Raum hat die Bundesbank ausgegeben - ein höherer Anteil als bei anderen Banknoten.

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