Schädlingsbefall

Mäuseplage! Thier-Galerie Dortmund hat gravierendes Problem

Symbolbild. In der Thier-Galerie in Dortmund gibt es erneut Probleme mit Mäusen. Seit drei Wochen hat sich die Lage nicht gebessert.

Symbolbild. In der Thier-Galerie in Dortmund gibt es erneut Probleme mit Mäusen. Seit drei Wochen hat sich die Lage nicht gebessert.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Dortmund.  In der Thier-Galerie in Dortmund mussten erneut einige Geschäfte schließen wegen einer Mäuseplage. Mäuse krabbeln auch auf den Zwischendecken.

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Im Einkaufszentrum Thier-Galerie in Dortmund sind erneut mehrere Geschäfte behördlich geschlossen worden, weil dort Mäusekot entdeckt wurde. Wie die Stadt am Mittwoch bestätigte, habe sich die Lage vor Ort drei Wochen nach dem ersten Großeinsatz des Ordnungsamtes „nicht gebessert“.

Acht Geschäfte in der Thier-Galerie wurden am Dienstag vorübergehend geschlossen, teilte die Stadt Dortmund mit. Die Kontrollen seien am Dienstag vor Öffnung des Centers um 10 Uhr erfolgt, sagte Center-Manager Markus Haas auf Nachfrage. Drei Geschäfte mussten auch nach der Öffnung noch geschlossen bleiben, sagte er.

In den betreffenden Geschäften im „Frische-Bereich“ im Untergeschoss und in der „Food-Lounge“ im 2. Obergeschoss der Thier-Galerie waren umfangreiche Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten notwendig, hatte das Ordnungsamt der Stadt verfügt. Und nicht nur das.

Mäusekot auch in Zwischendecken in der Thier-Galerie

Die gesamte Deckenkonstruktion muss ebenfalls überprüft werden, bestätigte Center-Manager Markus Haas auf Nachfrage: Denn der Mäusekoot fand sich auch in den Zwischendecken der Galerie. Laut Haas haben sich die Mäuse an vielen Stellen durch die aus Leichtmaterial - meist Gipskarton - tiefer gehängten Decken durchgefressen und krabbelten damit unbemerkt und ungestört, aber über den Köpfen der Kunden hinweg. Im Kampf gegen die Mäuseplage seien inzwischen an zahlreichen Stellen Fallen aufgestellt worden, sagte Haas. Jedoch sei die gesamte Zwischendecken-Konstruktion nun zu überprüfen. Die Thier-Galerie hat insgesamt 35.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

„Eine Besserung der Gesamtsituation seit der letzten großen Kontrollaktion am 11. November war leider nicht zu verzeichnen“, berichtete die Stadt. Insgesamt dreimal waren Hygiene-Kontrolleure damit innerhalb der vergangenen drei Wochen in der Thier-Galerie. Ende Oktober stießen Lebensmittelkontrolleure erstmals auf Mäusekot. 15 Läden im Food-Bereich wurden daraufhin zeitweise geschlossen.

Auch Reklametafeln und Sitzgelegenheiten auf Mäuse kontrollieren

“Die Stadt verfügte nun, dass das gesamte Gebäude „umfassend auf mögliche Zugangswege für Mäuse kontrolliert“ werden soll. „Auch im Inneren sollen sämtliche Löcher und Spalten, etwa in Reklametafeln, Sitzbänken und so weiter abgedichtet werden“, verfügte die Stadt. Center-Manager Haas bestätigte, dass derzeit alle Spalten der Zugangstüren von den Umliegenden Straßen mit Besen abgedichtet werden.

Einen solch großen Mäusebefall habe es in der 2011 eröffneten Thier-Galerie bis dato nicht gegeben, sagte Center-Manager Markus Haas: „In einem Gebäude, dessen Türen offen stehen, ist Mäuse-Befall kaum zu vermeiden“, meinte er. Er äußerte die Vermutung, dass der Befall womöglich auch durch Leitungsarbeiten der DSW21 vor der Galerie verursacht werde, indem Mäuse sich „in die Galerie flüchten“.

Mäusefallen in allen Geschäften in der Thier-Galerie

Um den Mäusebefall einzudämmen, wurde zudem veranlasst, dass die Eingänge Martinstraße und Potgasse ab sofort erst eine Stunde später, also um 8 Uhr Morgens geöffnet werden - „bei mehr Tageslicht“. Zudem bestätigte Haas, dass ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen inzwischen tagsüber und nachts die gesamte Galerie kontrolliere. Es seien mehrere Hundert Fallen im Hause aufgestellt worden - „in allen unserer insgesamt 160 Ladenlokalen“, sagte Haas.

Auch würden die Beschäftigen in der Galerie „sensibilisiert“, auf Hygiene und Mäuse zu achten. So sollten etwa auch in den Personal-Aufenthaltsräumen möglichst keine offenen Speisen gelagert werden.

Center-Management intensiviert Kontrollabläufe

Auf die Besucherzahlen wirke sich der Schädlingsbefall laut Haas derzeit nicht aus: „Unsere Besucherfrequenz ist stabil“, sagte er. Gleichwohl gab Haas zu, „ist die Lage schlecht für unser Image“. Er habe aber auch Zuspruch durch Kunden erfahren, sagte Haas, die Verständnis für die Situation zeigen würden. Tenor der Botschaft sei laut Haas: „Mäuse sind halt überall“.

Der Vertrag mit dem Schädlingsbekämpfungsunternehmen laufe laut Haas vorerst bis Ende des Jahres. „Das heißt aber nicht, dass wir danach nichts mehr machen“, sagte Haas. Im Gegenteil: Man arbeite derzeit daran, ein „Echtzeit-Monitoring“ einzurichten, um zu jeder Zeit über die Schädlingslage in der Thier-Galerie informiert zu sein.

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