Dortmunder OB-Rennen

Littmann gegen Sierau - die Reaktionen

Dr, Annette Littmann soll OB-Kandidatin der CDU werden.

Dr, Annette Littmann soll OB-Kandidatin der CDU werden.

Foto: Archivfoto: Dieter Menne

Dortmund.  Zwiespältig fallen die Reaktionen auf die Nominierung von Dr. Annette Littmann als Kandidatin der CDU für die Oberbürgermeister-Wahl am 25. Mai aus. Wir fassen die Stimmen aus dem politischen Dortmund zusammen.

OB Ullrich Sierau (SPD):
"Totgesagte leben länger", kommentierte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD), der sein Amt verteidigen will, die Personalie. Denn Littmann ist ihm als langjährige Vorsitzende der FDP/Bürgerlisten-Ratsfraktion bestens bekannt. Sierau bescheinigt ihr Ehrgeiz und Talent, hat aber Zweifel, wie weit die Harmonie zwischen Littmann und der CDU reicht. Generell stehe Annette Littmann vor einem Rollenwechsel, stellt Sierau fest. "In der Vergangenheit hat sie oft Dinge angeprangert. Jetzt muss sie auch Lösungen liefern."
Hilke Schwingeler (Grüne):
Auf einen spannenden Wahlkampf stellt sich die Sprecherin des Grünen-Kreisverbands Hilke Schwingeler ein. Inhaltlich sieht sie keine großen Übereinstimmungen mit Littmann: "Sie ist nicht dafür bekannt, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen." Die Grünen selbst wollen am 5. März bei einer Mitgliederversammlung einen OB-Kandidaten oder eine -Kandidatin wählen.
Lars Rettstadt (FDP):
DerFraktionschef von FDP/Bürgerliste meint: "Die CDU hat eine profilierte Kommunalpolitikerin nominiert. Auch wenn ihr die letzten vier Jahre fehlen, bin ich sicher, dass sie sich schnell auf einen guten Sachstand bringen wird." Möglicherweise tritt Rettstadt selbst gegen sie an. Die FDP wählt ihren OB-Kandidaten am 21. März. Parteichef Michael Kauch hält Littmann für "eine kompetente Politikerin". Doch sie stehe bei der CDU nicht auf der Ratsliste. "Ich frage mich deshalb, ob sie für die reale Politik der CDU in der Stadt steht."
Utz Kowalewski (Linke):
"Mit Vergnügen" haben die Linken die Nominierung aufgenommen. "Es steht der CDU offenbar das Wasser bis zum Hals, dass sie nun schon mit der ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der im Sinkflug befindlichen FDP in den Wahlkampf ziehen muss", meint Fraktionssprecher Utz Kowalewski launig. Die Linke wählt ihren OB-Kandidaten am 6. März.

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