Brand-Katastrophe

Landgericht Dortmund weist Schmerzensgeld-Klage gegen Kik ab

In einer Fabrik des Textilherstellers in Pakistan starben bei einem Brand mehr als 250 Menschen.

In einer Fabrik des Textilherstellers in Pakistan starben bei einem Brand mehr als 250 Menschen.

Foto: Rehan Khan / Rehan Khan/EPA/dpa (Archiv)

Dortmund.   Das Landgericht Dortmund hat die Zivilklagen von vier Pakistanern gegen Kik abgewiesen. Die Schmerzensgeld-Ansprüche seien verjährt.

Der Textildiscounter Kik muss sich nicht vor Gericht für einen Brand in einer pakistanischen Zuliefererfabrik verantworten. Das Landgericht Dortmund wies am Donnertag die Zivilklage von einem Überlebenden und drei Hinterbliebenen zurück. Zur Begründung hieß es, die geltend gemachten Ansprüche auf die Zahlung von jeweils 30.000 Euro Schmerzensgeld seien verjährt (AZ: 7 O 95/15).

Bei dem Brand im September 2012 waren 258 Arbeiter ums Leben gekommen. Kik war nach eigenen Angaben Hauptauftraggeber der Fabrik des Zulieferbetriebs Ali Enterprises.

Die vier Kläger wurden von der Menschenrechtsorganisation ECCHR (Europäisches Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte) unterstützt, die Kik für unzureichenden Brandschutz im Gebäude mitverantwortlich macht. ECCHR-Rechtsanwältin Miriam Saage-Maaß sagte nach dem Urteil, die Klage habe zumindest erreicht, dass jetzt über mehr Sorgfaltspflicht der Textilunternehmen bei der Produktion gesprochen werde. (epd)

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