Hannibal-Hochhaus

Kakerlaken: Stadt will Wohnung kontrollieren

Dortmund.  Wegen des Kakerlakenproblems in der Bornstraße 79, einem Teil des Hannibal-Komplexes, planen das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt der Stadt eine Kontrolle. Es gibt jedoch einen Haken.

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So wird zunächst lediglich eine Wohnung kontrolliert. Ein Mieter hatte sich wegen des Kakerlakenbefalls seiner Wohnung am 15. März an das Gesundheitsamt gewandt. Nun soll die Wohnung inspiziert werden: "Es gibt noch keinen genauen Termin, da sich hier zwei Ämter absprechen müssen", sagt Katrin Pinetzki, Pressesprecherin der Stadt Dortmund.

Grundsätzlich aber handele es sich um eine privatrechtliche Problematik zwischen Mieter und Vermieter. "Das Gesundheitsamt schreitet erst dann ein, wenn der Vermieter seinen Pflichten nicht nachkommt und eine Gefährdung Dritter bzw. des öffentlichen Raums vorliegt", sagt Pinetzki.

Ursachen für den Schädlingsbefall

Bei einer Kontrolle werden dann die Ursachen für den Schädlingsbefall einer Wohnung gesucht. Ein Beispiel wären laut Pinetzki Müllablagerungen. Danach wird der Eigentümer informiert und aufgefordert, die Kakerlaken zu bekämpfen. Je nach "Stärke und Gefährdungsgrad des Befalls" variierten die Fristen, in denen der Befall behoben sein muss.

"Sollte der Vermieter nach Aufforderung nicht tätig werden, würden ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet. Das heißt, die Stadt würde die notwendigen Maßnahmen ergreifen - auf Kosten des Vermieters", so Pinetzki. Kakerlaken gehören laut Pinetzki zu den gefährlichen Schädlingen, die durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten die Gesundheit des Menschen gefährden können.

Weiteres Haus betroffen?

Als Reaktion auf unsere Berichterstattung meldete sich am Montag ein weiterer Leser. Der Mann, der in der Bornstraße 77 lebt, klagte über Kakerlaken in seiner und weiteren Wohnungen. Die LEG habe er darüber im September informiert. Gegenüber unserer Redaktion hatte die LEG als Vermieter in der vergangenen Woche berichtet, dass lediglich Wohnungen in der Hausnummer 79 befallen seien. Eine Stellungnahme der LEG zur Lage im Haus Bornstraße 77 erreichte uns bis Montagabend nicht mehr.

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