Raum-Temperatur

Heizung runter: In diesen Dortmunder Wohnungen wird's kälter

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Nachts kälter? So drehen Dortmunder Wohnungsunternehmen an der Heizung.

Nachts kälter? So drehen Dortmunder Wohnungsunternehmen an der Heizung.

Foto: IMAGO / Winfried Rothermel

Dortmund.  Nachtabsenkung und niedrigere Raumtemperatur: Zum Energiesparen drehen viele Dortmunder Vermieterinnen und Vermieter den Heizkessel runter.

Gas ist teuer wie nie. Aber was tun Dortmunds große Wohnungsunternehmen, um gemeinsam mit ihren Mietenden möglichst viel Energie zu sparen? Die Monats-Abschläge wurden meist schon kräftig angehoben. Trotzdem drohen hohe Nachzahlungen. So drehen die Groß-Vermieter in Dortmund an der Heizung:

Spar- und Bauverein:

Der Dortmunder Spar- und Bauverein will die Raumtemperatur für die Mietenden "erträglich" halten, erklärt Sparbau-Sprecher Carsten Statz. Eine Grad-Zahl nennt er nicht. "Nachtabsenkungen nehmen wir ab 22 Uhr bis früh morgens vor." Auch eine Absenkung der Vorlauftemperatur sei sinnvoll, hänge aber stark von Anlage und Gebäude ab. Grundsätzlich: Sparbau optimiert nach und nach alle Zentralheizungen – so spart die Siedlung in Lütgendortmund jetzt bis zu 35 Prozent. Zudem entsteht in Hombruch eine "Klimaschutz-Siedlung".

  • Sparbau-Wohnungen in Dortmund: 12.000

Dogewo:

Stadtwerke-Tochter Dogewo rüttelt nicht an den Heizungseinstellungen. Die Gaszentralheizungen regeln sich schon immer von 0 bis 4 Uhr auf 18 Grad herunter, erklärt Dogewo-Sprecherin Tanja Meier. Davon seien rund 400 Heizungsanlagen betroffen, an denen 6600 Wohnungen hingen. Die Mehrzahl der Wohnungen werde mit Einzelthermen eigenständig geheizt.

  • Dogewo-Wohnungen in Dortmund: 16.000

Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft:

Die gwg vereinheitlicht die Nachtabsenkung: Alle Zentralheizungen laufen jetzt von 23 bis 5 Uhr auf kleinerer Flamme, erklärt Technikerin Britta Knoche. Vorher habe es keine einheitlichen Vorgaben gegeben. Auch eine Absenkung der Vorlauftemperatur werde gerade geprüft. Die traditionsreiche Dortmunder Genossenschaft modernisiert ohnehin die Heizungsanlagen vieler Häuser: Solarthermie, Wärmepumpen, Fernwärme – je nach Lage und Begebenheiten. Nur eine Ölheizung sei noch übrig, weiß die Technikerin.

  • gwg-Wohnungen in Dortmund: 1600

Vivawest:

Im Sommer hatte Großvermieterin Vivawest die Zentralheizungen spontan abgeschaltet, um in der warmen Jahreszeit nicht unnötig Ressourcen zu verbrauchen. Bis Ende September werden die Anlagen wieder hochgefahren – mit "optimalen" Einstellungen, heißt es in einer Mitteilung. In diesem Zuge wird auch eine Nachtabsenkung eingeführt: Zwischen 23 und 5 Uhr lassen sich die Räume nur auf 17 Grad aufheizen. Tagsüber geht es bis 21 Grad hoch. Der Monats-Abschlag wurde schon im Mai um 30 Prozent erhöht.

  • Vivawest-Wohnungen in Dortmund: 9000

LEG:

Die LEG ist eine der größten Vermieterinnen in Dortmund, unter anderem mit der Hörder Clarenberg-Siedlung. "Wir stellen unsere Heizanlagen auf eine optimale und verbrauchssparende Einstellung ein. Wir halten uns an die vorgegebenen Mindesttemperaturen, starten die Nachtabsenkung etwas früher", heißt es wenig konkret in einer Mitteilung des Düsseldorfer Unternehmens. Man rechne "mit Nachzahlungen von ein bis zwei Monatsmieten auf Basis der bisherigen Preissteigerungen".

  • LEG-Wohnungen in Dortmund: knapp 14.000

Vonovia:

In den Büros ihrer eigenen Verwaltung hat die Vonovia die Raumtemperatur auf 19 Grad gesenkt. Aber auch im Dortmunder Miet-Bestand dreht die Wohn-Riesin am Thermostat: Während der Nachtabsenkung von 23 bis 6 Uhr werde die Raumtemperatur auf 17 Grad reduziert, teilt das Unternehmen mit.

  • Vonovia-Wohnungen in Dortmund: 20.000

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