Rechte Szene in Dortmund

Haftbefehl nach fremdenfeindlichen Angriff auf Taxifahrer

Der Taxifahrer hatte an der Limbecker Straße in Lütgendortmund gewartet, als ihn zwei Männer zunächst beleidigten und dann brutal zusammenschlugen.

Der Taxifahrer hatte an der Limbecker Straße in Lütgendortmund gewartet, als ihn zwei Männer zunächst beleidigten und dann brutal zusammenschlugen.

Foto: Lino Mirgeler / picture alliance/dpa

Dortmund.  Nach dem Angriff auf einen iranischen Taxifahrer hat die Polizei den möglichen Täter ermittelt. Er soll der rechten Szene in Dortmund angehören.

Nach der Attacke auf einen Taxifahrer in Lütgendortmund am vergangenen Wochenende hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der einschlägig vorbestrafte 33-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, soll der Verdächtige der rechtsextremen Szene in Dortmund angehören.

In der Nacht auf Sonntag sollen zwei Männer den iranischstämmigen 55-Jährigen, der an der Limbecker Straße wartete, zunächst fremdenfeindlich beleidigt haben. Als der Taxifahrer die beiden Männer daraufhin ansprach, schlug einer der Pöbler dem 55-Jährigen eine Glasflasche auf den Kopf.

Rechte Attacke auf Dortmunder Taxifahrer: Verdächtiger in U-Haft

Das Opfer ging zu Boden, was die Männer aber nicht davon abhielt, ihn weiter zu schlagen und zu treten, berichtete die Dortmunder Polizei nach der Attacke. Der Verletzte musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die umfangreichen Ermittlungen der SoKo Rechts der Dortmunder Polizei führten zu dem 33-Jährigen Deutschen aus Dortmund. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung hätten die Ermittler weiteres Beweismaterial sichergestellt, die für einen dringenden Tatverdacht sprächen. Ein Richter erließ deshalb am Mittwoch Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. (red)

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben